Der frühere Skandalboxer Mike Tyson hat ein erst 18 Jahre altes US-Talent zum Profi gemacht und so den Amateur-Boxverband der USA verärgert.

Der inzwischen als Promoter tätige Tyson nahm die Olympiahoffnung Erickson Lubin an dessen 18. Geburtstag unter Vertrag und "stahl" dem Verband damit seine wohl größte Gold-Hoffnung für Rio 2016.

Verbandspräsident Charles Butler übte daraufhin in einem offenen Brief deutliche Kritik an Tyson.

"Sie bieten den Athleten nur einen Bruchteil des Geldes, den sie als Olympiasieger oder -teilnehmer wert wären. Der Verband verfügt nicht über die Mittel, um mit Ihren Angeboten zu konkurrieren", so Butler.

Bei den Sommerspielen 2012 in London hatte kein US-Boxer eine Medaille gewonnen, 2008 in Peking war Bronze durch Deontay Wilder der einzig zählbare Erfolg des einst erfolgsverwöhnten Teams.

Teenager Lubin hatte den Vertrag zuvor via Twitter bestätigt. "Mit dem heutigen Tag beginnt meine Profikarriere", schrieb er.

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