Zum Abschluss ihrer Karriere hat sich Profiboxerin Ina Menzer erneut zur Weltmeisterin gekrönt.

Im Mönchengladbacher Hockeypark besiegte die 32-Jährige die Litauerin Goda Dailydaite einstimmig nach Punkten und gewann die Federgewichts-Titel der WIBA, der WBF und des Superchampionats der WIBF.

Bereits in der dritten Runde hatte Menzer ihre Kontrahentin, die in Essen wohnt und trainiert, zweimal zu Boden geschickt und in der Folge den Kampf nach Belieben beherrscht.

"Das war mein letzter Kampf", bestätigte Menzer nach dem klaren Sieg.

Ihre Abschiedsvorstellung in der Mönchengladbacher Heimat hatte Menzer, die 2010 bei der Niederlage gegen die Kanadierin Jeannine Garside ihre drei WM-Titel (WIBF, WBC und WBO) verloren hatte, wegen eines fehlenden Promoters selbst organisiert.

Das geringe Interesse am Frauenboxen sei einer der Gründe für ihr Karrieende gewesen.

Eine Hintertür hatte sich Menzer vor ihrem 32. Profikampf (31 Siege) allerdings offen gelassen.

"Wenn sich ein Fernsehsender findet und jemand, der alles finanziert, würde ich vielleicht noch mal ins Grübeln kommen", hatte sie der Tageszeitung "Die Welt" erklärt.

Menzer galt nach dem Rücktritt von Regina Halmich lange Zeit als deren Kronprinzessin und kämpfte beim mittlerweile abgewickelten Boxstall Universum für große Gagen.

Für die Zeit nach dem Profiboxen hat die gelernte Fremdsprachen-Assistentin noch keine konkreten Pläne: "Es gibt ein paar Möglichkeiten, aber ich muss sehen, wo mein Herz hin will."

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