Mit einem ehrgeizigen Ziel und etwas Wehmut steigt die frühere Weltmeisterin Ina Menzer zum letzten Mal in den Ring.

"Mein Traum ist es, auf dem Höhepunkt aufzuhören. Es wäre schön, mit dem WM-Gürtel in den Händen meine Karriere zu beenden", sagte Menzer vor ihrem letzten Profikampf am Samstag in Mönchengladbach.

Die Gegnerin der Federgewichtlerin bei der Dreifach-Weltmeisterschaft ist die ungeschlagene Litauerin Goda Dailydaite.

Ihren Abschiedskampf organisiert Menzer, die 2010 bei der Niederlage gegen die Kanadierin Jeannine Garside ihre drei WM-Titel verloren hatte, wegen eines fehlenden Promoters selbst.

Die 32-Jährige hängt nach neun Jahren die Boxhandschuhe auch deshalb an den Nagel, weil der Markt für Frauenboxen in Deutschland "quasi am Boden" liege.

"In der Öffentlichkeit findet es im Grunde genommen nicht mehr statt", sagte die gebürtige Kasachin im Gespräch mit der "Welt".

Menzer galt nach dem Rücktritt von Regina Halmich lange Zeit als deren Kronprinzessin.

Unabhängig vom Ausgang des Kampfes am Samstag steht Menzers Entscheidung für einen Rücktritt nun aber fest.

Für die Zeit danach hat die gelernte Fremdsprachen-Assistentin noch keine konkreten Pläne: "Es gibt ein paar Möglichkeiten, aber ich muss sehen, wo mein Herz hin will."

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