Sieg oder Karriereende: Arthur Abraham kämpft am Samstag in Schwerin gegen Willbeforce Shihepo aus Namibia um seine sportliche Zukunft.

"Noch eine Niederlage wäre eine Katastrophe, dann muss ich aufhören, ganz klar", sagte der ehemalige Weltmeister der Tageszeitung "Die Welt":

"Das wäre echt bitter, doch ich würde es akzeptieren, auch wenn es verdammt schwer fallen würde, mir einzugestehen, nicht mehr zur Weltklasse zu gehören."

Doch der Supermittelgewichtler, der in Schwerin nur als Vorkämpfer des EM-Titelkampfs zwischen Lokalmatador Jürgen Brähmer und dem Italiener Stefano Abatangelo antritt, will an eine Niederlage gar nicht denken.

"Wenn ich negativ denken würde, müsste ich mich ja in Watte legen, damit ja nichts passiert", sagte der Deutsch-Armenier: "Nein, so tickt ein Arthur Abraham nicht."

Shihepo gewann 20 seiner 26 Profikämpfe und gilt als Aufbaugegner.

Sollte Abraham gewinnen, würde der Schützling von Erfolgstrainer Ulli Wegner seinem Ziel, dem dritten WM-Kampf gegen den amtierenden Weltmeister Robert Stieglitz, einen Schritt näher kommen.

"Vorausgesetzt Stieglitz bleibt Weltmeister und will nicht freiwillig gegen mich kämpfen, muss er spätestens im nächsten Sommer gegen mich seinen Titel pflichtverteidigen", sagte Abraham, der "Stolz und Ehre" zurückgewinnen will.

Im März hatte der 33-Jährige Abraham seinen WM-Gürtel der Version WBO an den Magdeburger Stieglitz verloren, nachdem er das erste Duell sieben Monate zuvor noch für sich entschieden hatte.

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