Wladimir Klitschko kann Alexander Powetkin als Weltmeister nicht akzeptieren.

"Ich nehme den Sportler Powetkin ernst. Die Entscheidung, ihn als Weltmeister zu bezeichnen, hat die WBA getroffen. Ich finde das nicht so glücklich, weil ein Weltmeister ja eigentlich nicht zu übertreffen ist", sagte Klitschko der "Berliner Morgenpost".

Powetkin verteidigt am Samstag in Hamburg gegen den Amerikaner Hasim Rahman (22.15 Uhr/ARD) seinen WBA-Titel. Sollte der Russe gewinnen, winkt ein Kampf gegen Klitschko.

Eigentlich ist Klitschko Weltmeister der WBA, doch der Verband machte ihn zum Super-Champion. Dadurch konnte sich Powetkin den WM-Titel sichern.

Powetkin galt lange Zeit als ernsthafter Kandidat auf die Nachfolge der Klitschkos. Der Olympiasieger von 2004 ist in 24 Profi-Kämpfen unbesiegt, doch zuletzt konnte er im Ring nicht überzeugen.

Sein Sieg gegen Cruisergewichts-Weltmeister Marco Huck im Februar dieses Jahres war äußerst glücklich.

Schon mehrfach gab es Verhandlungen zwischen Klitschko und Powetkins Stall Sauerland, doch am Ende ließ der Russe die Kämpfe platzen.

"Ich war immer bereit zu kämpfen", sagte Klitschko: "Und daran ändert sich auch nichts, wenn das Ergebnis aus Powetkins Kampf gegen Rahman feststeht."

Kein Verständnis zeigt Klitschko für die täglichen Attacken seines früheren Gegners David Haye, der unbedingt gegen Witali kämpfen will.

"Haye erzählt viel. Er lügt auch, wenn er glaubt, dass es ihm nützlich ist. Aber eigentlich macht er nur große Sprüche", meinte Klitschko, der den "Hayemaker" im Juli 2011 nach Punkten besiegte.

Klitschko sieht nicht die Notwendigkeit eines Kampfes zwischen seinem Bruder und Haye: "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum er glaubt, wir hätten ihn als Gegner nötig."

Obwohl ein Duell finanziell lukrativ sei, verspüre er keine Eile: "Haye muss lernen, sich zu benehmen. Und dann richtig kämpfen. Das wäre für alle gut. Seine Sprüche nutzen keinem."

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