Der entthronte Boxweltmeister Julio Cesar Chavez junior ist positiv auf Marihuana getestet worden. Die Urinprobe des Mittelgewichtlers aus Mexiko enthielt nach seiner Niederlage im Titelkampf am Samstag gegen den Argentinier Sergio Martinez die verbotene Substanz. Das sagte Promoter Bob Arum am Mittwoch "ESPN.com".

"Wir sind natürlich enttäuscht von ihm", sagte Arum: "Wenn es Spuren von Marihuana gibt, ist es meiner Meinung nach aber nicht dasselbe, als wenn er leistungssteigernde Mittel genommen hätte. Es ist ein Zeichen der Unreife, er muss erwachsen werden."

Der 26-jährige Chavez hatte in der Nacht zum Sonntag in Las Vegas einstimmig nach Punkten verloren und musste seinen WBC-Titel an Martinez abtreten. Nach zuvor 23 Siegen in Serie war es die erste Niederlage für den Mexikaner.

Er wurde bereits zum zweiten Mal positiv getestet und muss als Wiederholungstäter nun mit einer längeren Sperre rechnen. Im November 2009 war bei Chavez Furosemid nachgewiesen worden, ein Diuretikum, das zur Gewichtsabnahme oder als Maskierungsmittel für andere verbotene Substanzen missbraucht wird. Damals wurde der Mexikaner für sieben Monate gesperrt und mit einer Strafe von 10.000 Dollar belegt.

Eine längere Sperre würde auch das Rematch zwischen Chavez und Martinez gefährden, welches beide Lager in der ersten Jahreshälfte 2013 angepeilt hatten.

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