Der mexikanische Boxprofi Julio Cesar Chavez junior hat in der Nacht zum Sonntag nach zuvor 23 Siegen in Serie wieder die erste Niederlage kassiert und damit seinen WBC-Titel im Mittelgewicht verloren.

In Las Vegas/Nevada unterlag der 26-Jährige dem Argentinier Sergio Martinez einstimmig nach Punkten.

Für Chavez war es überhaupt die erste Profi-Niederlage seiner Karriere, nachdem er sich in den 47 Fights zuvor nur einmal mit einem Unentschieden hatte zufrieden geben müssen. Martinez schraubte seine Kampfstatistik auf 50 Siege. Zweimal musste er als Verlierer den Ring verlassen, zwei seiner Kämpfe endeten unentschieden.

Der 37-jährige Martinez dominierte das Duell von Beginn an nach Belieben. Mit seinem starken Jab setzte er dem Titelverteidiger immer wieder zu, eine starke Schwellung am linken Auge sowie eine blutende Nase waren die Folge.

"Julio hat einen guten Job gemacht, er war besser als ich gedacht habe", sagte Martinez dennoch. Denn in der letzten Runde hätte er beinahe alle Chancen auf den Titel verspielt, als Chavez ihn mit einem linken Haken auf den Boden schickte.

"20 Sekunden mehr, und ich hätte ihn ausgeknockt", kommentierte der entthronte Chavez die spektakuläre Schlussrunde. Experten erwarten nach dem hochklassigen Duell einen Rückkampf.

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