Der kubanische Cruisergewichts-Boxer Yoan Pablo Hernandez hat seinen WM-Gürtel der IBF erfolgreich verteidigt.

Der Schützling des deutschen Erfolgstrainers Ulli Wegner bezwang in Bamberg seinen kanadischen Herausforderer Troy Ross in einem über weite Strecken hochklassigen Kampf einstimmig nach Punkten.

"Es war ein spannender und enger Kampf. Der souveränere und aktivere Mann war natürlich Hernandez", sagte Trainer Wegner. Ganz anders sah dies der unterlegene Herausforderer.

"Es ist eine schlechte Entscheidung. Wir hören ja, wie die Fans denken. So eine Entscheidung ist nicht in Ordnung", sagte Ross, der zumindest mit einem Unentschieden gerechnet hatte.

Der 27-jährige Hernandez, der für den Berliner Boxstall Sauerland in den Ring steigt, schraubte seine beeindruckende Kampfbilanz auf 27 Siege bei nur einer Niederlage. Der zehn Jahre ältere Ross verließ dagegen im 28. Fight zum dritten Mal den Ring als Verlierer.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Kampf, das befürchtete Taktieren bestätigte sich nicht. Hernandez, von seinem Trainer als "bester Boxer Deutschlands" betitelt, kassierte dabei zunächst die härteren Treffer und ging in der fünften Runde sogar zu Boden.

In der neunten Runde geriet Ross nach einer krachenden Hernandez-Kombination ins Wanken, der Gong rettete ihn vor dem drohenden Knockout.

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