Mit großer Trauer und Bestürzung hat der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) auf den Tod von Publikumsliebling Peter Hussing reagiert.

Der "Bär von Brachbach" war am 8. September nach schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren gestorben. Hussing wird am Freitag (14. September) um 14.00 Uhr auf dem neuen Friedhof in Brachbach beerdigt.

"Er war ein Sportler durch und durch. Ein Gentleman, ein absoluter Weltklasse-Mann", sagte DBV-Präsident Jürger Kyas und zeigte sich persönlich sehr betroffen: "Ein ganz Großer des olympischen Boxens hat die Bühne des Lebens verlassen. Ich kann es noch gar nicht fassen."

"Er war eine Ausnahme-Erscheinung, auf dessen Nachfolger wir nach seinem Rücktritt lange Zeit gewartet haben. Und er war ein Sympathieträger, der immer bereit war, anderen Menschen zu helfen", sagte Paul Forschbach.

Der DBV-Ehrenpräsident hatte die aktive Zeit von Hussing in den 70er Jahren und Anfang der 80er Jahre als Sportwart des DBV noch hautnah mitbekommen.

Hussing war viele Jahre der bekannteste und beliebteste Amateurboxer der Bundesrepublik, 1979 wurde er Europameister. Zuvor hatte der 16-malige deutsche Meister bei Olympia 1972 in München Bronze im Schwergewicht geholt, nachdem er im Halbfinale gegen die kubanische Boxlegende Teofilo Stevenson K.o. gegangen war.

Nach dem Tod seines Kontrahenten im Juni 2012 hatte Hussing noch gesagt: "Er war so ein feiner Mensch und konnte eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun. Er hat einfach nur geboxt, das war sein Ziel."

Hussing widerstand stets den Verlockungen des Profiboxens und blieb nach seiner aktiven Laufbahn abseits des Rampenlichts stets ein Vorbild. Er studierte Architektur, arbeitete als Bauleiter und wurde später Bürgermeister seiner Heimatgemeinde.

Er engagierte sich an der Seite seiner Ehefrau Christel für krebskranke Kinder und erhielt im Jahr 2008 das Bundesverdientskreuz.

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