Für die deutschen Boxerinnen lagen am 4. Kampftag der Weltmeisterschaften im chinesischen Qinhuangdao Freud und Leid dicht beisammen.

Julia Irmen und Sarah Scheurich schieden aus, Andrea Strohmaier, Azize Nimani sowie Elena Walendzik dürfen weiter von Edelmetall träumen.

Nimani lag in der Klasse bis 51 kg gegen Hanne Makinen (Finnland) zunächst in Rückstand, gewann dann jedoch alle drei Folgerunden und sicherte sich einen 14:11-Punktsieg. Im nächsten Gefecht trifft sie auf die an Nummer eins gesetzte Chinesin Cancan Ren.

Auch der Kampf von Strohmaier (75 kg) gegen die Ungarin Maria Kovac blieb lange offen. In der Schlussrunde wurden der Bayerin noch zwei Punkte wegen unsauberen Boxens abgezogen. Am Ende hieß es 13:13, doch Strohmaier lag nach Hilfspunkten vorn. Nächste Gegnerin ist die Japanerin Shizuyo Yamasaki.

Keine Mühe hatte dagegen Walendzik (54 kg), die sich mit 18:9 gegen Sonia Lather (Indien) durchsetzte und es nun mit Aleksandra Kuleshowa aus Russland zu tun bekommt.

Indes musste sich Irmen (60 kg) im Achtelfinale der Französin Estelle Mossley nach Punkten mit 11:12 knapp geschlagen geben. Die DBV-Kämpferin konnte den Fight lange offen gestalten, in der Schlussphase setzte sich die Französin in einem hitzigen Schlagabtausch durch.

Scheurich (81 kg) hatte im Achtelfinale gegen Jenny Lalremliani (Indien) ebenfalls nur knapp das Nachsehen und verlor mit 10:11.

Maike Klüners (57 kg/Köln) und Janina Bonorden (64 kg/Celle) waren bereits an den Tagen zuvor ausgeschieden.

Deutschland ist insgesamt mit sieben Athletinnen bei den siebten Weltmeisterschaften der Frauen vertreten. Insgesamt steigen 305 Teilnehmerinnen aus 70 Nationen in den Ring. In drei Gewichtsklassen (bis 51 Kg, 60 Kg und 75 Kg) werden 36 Plätze für die Olympischen Spiele in London ausgeboxt.

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