Arthur Abraham hat auf dem Weg zurück auf den WM-Thron seine letzte Chance genutzt.

Der 32 Jahre alte Deutsch-Armenier besiegte am späten Samstagabend in der Kieler Sparkassen-Arena vor 6000 Zuschauern den Polen Piotr Wilczewski einstimmig nach Punkten, konnte aber bei seinem 34. Erfolg im 37. Profikampf nur selten überzeugen.

"Ich habe versucht, zu machen, was mein Trainer gesagt hat", erklärte Abraham nach dem Kampf: "Ich werde mehr trainieren, damit das beim nächsten Mal besser klappt. Natürlich bin ich in WM-Form und jederzeit bereit, um die WM zu boxen."

Anschließend klagte Abraham über Schwindelgefühle und Schmerzen im rechten Ohr. Daraufhin wurde er vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Dort bestätigte sich die zunächst befürchtetete Diagnose eines Trommelfellrisses jedoch nicht.

Abraham ist neuer Pflichtherausforderer von Supermittelgewichts-Weltmeister Robert Stieglitz.

Zu dem mit Spannung erwarteten WM-Fight kommt es allerdings nur, wenn der Magdeburger seinen Titel gegen den Briten George Groves verteidigt. Bei einem Erfolg müsste Stieglitz innerhalb von 120 Tagen gegen Abraham antreten.

Abraham dominierte den Kampf gegen Wilczewski von Beginn an, zeigte aber nicht die nötige Konsequenz und ließ in seinen Aktionen die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Dem Polen fehlten allerdings die Mittel, um Abraham ernsthaft gefährlich zu werden.

In Kiel stand für Abraham die Karriere auf dem Spiel. Im Falle einer Niederlage hätte der ehemalige IBF-Weltmeister im Mittelgewicht wohl seine Laufbahn beendet.

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