Mike Tyson gewann in seiner Karriere 44 Kämpfe durch K.o. © getty

Bei seinem Promoter-Debüt legt "Iron Mike" eine Drogen-Beichte ab. Seit sechs Tagen sei er clean, das sei "ein Wunder".

München - Den früheren Skandalboxer Mike Tyson plagen nach eigenen Angaben schwerwiegende Suchtprobleme.

"Ich stehe an der Schwelle des Todes, denn ich bin ein krankhafter Alkoholiker", sagte der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister nach seinem Debüt als Promoter in New York (News).

Tyson kämpft mit aller Kraft gegen die Sucht an. "Ich möchte nüchtern sein, ich will nicht sterben", sagte der 47-Jährige: "Ich bin manchmal ein schlechter Kerl. Ich habe eine Menge schlechter Dinge gemacht. Ich bitte um Vergebung."

Der Kampf gegen seine Sucht fällt ihm offenbar ziemlich schwer: "Ich habe jetzt seit sechs Tagen nichts getrunken und keine Drogen genommen. Das ist eigentlich schon ein Wunder. Ich will nie wieder etwas anrühren."

WM-Titel ist "Herzensangelegenheit"

Mit seiner neu gegründeten Firma "Iron Mike Productions" kehrte Tyson acht Jahre nach seinem letzten Profikampf an den Ring zurück. Großer Traum des einst jüngsten Champions aller Klassen ist es, endlich wieder Weltmeister im Schwergewicht herauszubringen: "Das wäre eine Herzensangelegenheit."

Mit seinem Einstand als Box-Veranstalter war er zufrieden. "Ich bin sehr dankbar. Wir hatten zwei sensationelle Titelkämpfe", sagte "Iron Mike" nach dem Kampfabend in Verona im US-Bundesstaat New York.

Er räumte ein, er sei nervös gewesen. "Ich hätte in tausend Jahren nicht geplant, so etwas zu machen. Ich bin einfach glücklich, wieder mit dem Boxen zu tun zu haben. Ein Traum wird wahr", erklärte Tyson.

"Tyson ist zurück"

Seine Firma Iron Mike Productions war Veranstalter des Box-Abends unter dem Titel "Tyson ist zurück" in einem Hotel-Kasino.

Im Hauptkampf verteidigte Tysons Schützling Argenis Mendez aus der Dominikanischen Republik den Weltmeistertitel des Verbandes IBF im Superfedergewicht. Mendez genügte dafür ein Unentschieden gegen den in Kanada lebenden Afghanen Arash Usmanee.

Der Argentinier Jesus Andres Cuellar holte sich den Interims-Titel des Verbandes WBA im Federgewicht durch einen Erfolg über den zuvor unbesiegten Claudio Marrero aus der Dominikanischen Republik.

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