Marco Hucks sportliche Vorbilder sind Muhammad Ali und Mike Tyson © getty

Nach dem Schwergewichts-Ausflug betritt der Cruisergewichts-Champion gewohntes Terrain. Für den Gegner hat er spezielle Ideen.

Erfurt - Vor seinem Comeback im Cruisergewicht gegen den britischen Interims-Champion gibt sich Box-Weltmeister Marco Huck gewohnt selbstbewusst.

"Meine Härte wird Afolabi nicht aushalten. Träumen darf er von der WM, aber meinen Gürtel holt er sich nicht", tönt Huck vor dem Kampf am Samstag in Erfurt.

Der 27-Jährige lässt nach seinem kurzen Ausflug ins Schwergewicht keinen Zweifel an seiner Stärke aufkommen.

"Alle sagen, dass Afolabi stärker geworden ist. Und das ist er auch! Aber ich habe in der Zwischenzeit auch nicht geschlafen", sagt Huck, der sich in Kienbaum bei Berlin mit Trainer Ulli Wegner auf den WM-Fight vorbereitet hat (BERICHT: Boxlegende Wegner wir 70).

Feinschliff fehlt noch

"Ich weiß, was auf mich zukommt und nehme den Gegner sehr ernst", betont Huck, der Afolabi im Dezember 2009 in Ludwigsburg nach zwölf Runden zuletzt knapp nach Punkten besiegt hatte.

Nach einem wochenlangen Trainingslager im brandenburgischen Kienbaum ist Huck seit Sonntag in der thüringischen Landeshauptstadt und arbeitet dort am Feinschliff vor dem Duell in der Messehalle (NEWS: Alles zum Boxen)

Kampf gegen Luftballons

Zum Training boxte er unter anderem mit Wasser gefüllte Luftballons kaputt - worin er Symbolgehalt erkennen will: "Genauso werden die WM-Träume von Ola Afolabi zerplatzen, wie eine Seifenblase."

Doch auch im Lager des in den USA lebenden Briten rechnet man sich Chancen aus. "Ola hatte eine sehr gute Vorbereitung. Er wird seine Sache besser machen als im ersten Kampf gegen Huck", sagt Trainer Fritz Sdunek (BERICHT: Meistermacher Sdunek wird 65).

Verbleib weiter offen

Huck hatte zuletzt den Russen Alexander Powetkin im Schwergewicht herausgefordert, war nach seiner unglücklichen Punktniederlage am 25. Februar aber ins Cruisergewicht zurückgekehrt.

Ob Huck, der von seinen 34 Profikämpfen nur zwei verlor, dort dauerhaft bleiben wird, ist noch offen.

Zuletzt hatte er immer wieder ein Duell mit Vitali oder Wladimir Klitschko um die WM-Krone gefordert.

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