Arthur Abraham (r.) gewann von 36 Profi-Kämpfen 33, 27 davon mit K.o. © getty

Arthur Abraham bezwingt den limitierten Wilczewski nach Punkten und kehrt ins WM-Rennen zurück, klagt aber über Schwindel.

Kiel - Box-Profi Arthur Abraham hat auf dem Weg zurück auf den WM-Thron seine letzte Chance genutzt.

Der 32-jährige Deutsch-Armenier besiegte am späten Samstagabend in der Kieler Sparkassen-Arena vor 6000 Zuschauern den Polen Piotr Wilczewski einstimmig nach Punkten, konnte aber bei seinem 34. Erfolg im 37. Profikampf nur selten überzeugen.

Abraham ist damit neuer Pflichtherausforderer von Supermittelgewicht-Weltmeister Robert Stieglitz.

Zu dem mit Spannung erwarteten WM-Fight kommt es allerdings nur, wenn der Magdeburger seinen Titel gegen den Briten George Groves verteidigt.

Bei einem Erfolg müsste Stieglitz innerhalb von 120 Tagen gegen Abraham antreten (NEWS: Alles zum Boxen).

Schwindelgefühle und Schmerzen im Ohr

Anschließend klagte Abraham über Schwindelgefühle und Schmerzen im rechten Ohr. Daraufhin wurde er vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Dort bestätigte sich die zunächst befürchtetete Diagnose eines Trommelfellrisses jedoch nicht.

Sieg im Alles-oder Nichts-Kampf

Sein Schützling dominierte den Kampf gegen Wilczewski von Beginn an, zeigte aber nicht die nötige Konsequenz und ließ in seinen Aktionen die nötige Durchschlagskraft vermissen.

"Man muss das taktisch besser machen", hielt auch Wegner fest.

Zweifel, dass er bereit für den WM-Kampf, ließ Abraham nach dem Fight dennoch nicht gelten: "Ich bin in WM-Form", befand er - während Wegner ehrlich erklärte: "Da muss mehr kommen."

Dem Polen fehlten hingegen die Mittel, um Abraham ernsthaft gefährlich zu werden (Abraham happy: Bei Sieg um WM).

In Kiel stand für Abraham die Karriere auf dem Spiel. Im Falle einer Niederlage hätte der ehemalige IBF-Weltmeister im Mittelgewicht wohl seine Laufbahn beendet.

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