Mavs-Boss Mark Cuban muss nach einem Interview viel Kritik einstecken. © getty images

In einem Interview sprach Mark Cuban jüngst über Vorurteile in der amerikanischen Gesellschaft. Der Chef von Dirk Nowitzki entschuldigt sich nun bei der Familie eines Notwehropfers für die Nennung eines unsensiblen Beispiels.

Der Rassismus-Skandal in der NBA um Donald Sterling (80) ist noch nicht komplett ausgestanden, da sorgt Mark Cuban (55) mit einem Interview über Vorurteile für Aufsehen. Via Twitter entschuldigte sich der Softwareunternehmer nun bei der Familie eines viel beachteten Todesopfers: "In der Rückschau hätte ich andere Beispiele benutzen sollen. Ich habe die Familie von Trayvon Martin nicht berücksichtigt, und möchte mich bei ihnen dafür entschuldigen."

Dem "Inc Magazine" hatte der Besitzer der Dallas Mavericks im Vorfeld ein viel beachtetes Interview gegeben, in dem er strittige Aussagen tätigte. "Wir vorverurteilen alle auf die ein oder andere Weise. Wenn ich einen schwarzen Jungen mit einem Kapuzenpullover sehe und es ist spät in der Nacht, gehe ich auf die andere Seite der Straße", sagte der Boss von Dirk Nowitzki (35). Auch wenn er kurz danach das gleiche Beispiel nur mit einer tätowierten und Glatze tragenden weißen Person brachte, sorgte der Unternehmer damit für viel Unmut.

Vor allem in den sozialen Netzwerken wurden die Aussagen kritisch diskutiert, weil sich viele User an den Todesfall von Trayvon Martin (?17) erinnert fühlten. Der afroamerikanische Highschool-Schüler wurde 2012 nach einem Handgemenge mit einem Nachbarschaftswächter in Florida erschossen. Bei den folgenden Demonstrationen gegen Rassendiskriminierung, die es überall in den USA gab, trugen viele Teilnehmer symbolisch einen Kapuzenpullover.

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