Landsberg am Lech oder doch eher die JVA Landshut? Diese Gefängnis-Frage scheint sich bei Uli Hoeneß derzeit zu stellen. © Bongarts/ Getty Images

Die Tage in Freiheit sind für Uli Hoeneß gezählt - doch wo er seine Strafe absitzen muss, das könnte sich tatsächlich noch einmal ändern.

Es galt als sicher, dass Uli Hoeneß (62) in die JVA Landsberg am Lech einfahren wird. Mit dem "Tag der offenen Tür" hatte die dortige Anstaltsleitung den Medien sogar schon ermöglicht, sich darüber zu informieren, was den ehemaligen Bayern-Präsidenten im Knast erwarten wird. Doch wie der "Focus" berichtet, haben die Anwälte gegen einen Aufenthalt in dem oberbayrischen Gefängnis Beschwerde eingelegt.

Das Umfeld des Steuersünders ist der Meinung, dass die Privatsphäre von Uli Hoeneß aufgrund des "Tags der offenen Tür" nicht mehr gewährleistet sei. Auch Sicherheitsbedenken würden bei den Überlegungen eine Rolle spielen. Seine dreieinhalbjährige Haftstrafe soll einem Bericht der "Bild" zufolge nun so lange ausgesetzt werden, bis das Gericht über den Antrag entschieden hat.

Als Alternative ist die JVA Landshut in der engeren Auswahl. Ein Insider berichtet der Zeitung von den Zuständen innerhalb der 2008 eröffneten Institution: "Fast nur Einzelzellen, ausgestattet mit Flatscreen-TV. Das WC ist - anders als in Landsberg - separat vom Raum. Komfortable Betten, Fitness-Center, große Bücherei." Auch das Essen sei ausgesprochen gut. Doch noch ist eine Verlegung von Uli Hoeneß in das vermeintlich komfortablere Gefängnis keine beschlossene Sache.

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