Snooker-Superstar Ronnie O'Sullivan war offenbar Ziel eines Manipulationsversuches.

Wie der Engländer in seiner Autobiografie berichtet, wurden ihm vor rund zehn Jahren 20.000 Pfund (23.500 Euro) geboten, um eine Partie der Snooker Premier League absichtlich zu verlieren.

"Jemand hat mich angerufen und wollte mich zu einem Spaziergang im Wald treffen. 20.000 waren das Angebot", berichtete der fünfmalige Weltmeister.

Das Treffen im Epping Forest in der Grafschaft Essex habe 15 Minuten gedauert.

"Wenn man es jemandem abnehmen würde, dann mir. Ich könnte nur mit einer Hand spielen oder mit der linken. Ich könnte mir ein Handtuch über den Kopf hängen und so tun, als wäre ich durchgedreht", führte O'Sullivan aus.

Er könne und wolle so etwas aber nicht machen: "Ich könnte nicht damit leben, das hätte mir irgendetwas genommen."

Der Vorsitzende des Profibillard-Weltverbandes und des Disziplinarkomitees des Snooker-Verbandes, Nigel Mawer, hat seinen prominentesten Spieler bereits aufgefordert, die Angelegenheit den Offiziellen näher zu erläutern.

Ronnie O'Sullivan hatte im September erklärt, dass es "viele korrupte Spielerkollegen" gebe. Damit nahm er Bezug auf den Skandal um Stephen Lee.

Der ehemalige Weltranglisten-Fünfte war wegen Spielmanipulationen in den Jahren 2008 und 2009 für zwölf Jahre aus dem Verkehr gezogen worden. Lee beteuert seine Unschuld.

O'Sullivan war inzwischen von seiner Aussage zurückgerudert. Er habe sich auf Gerüchte bezogen, die es vor Jahren auf der Tour gegeben habe.

"Wenn mir Manipulation bekannt gewesen wäre, wäre es an mir gewesen, meine Sorgen dem Verband zu melden", hatte O'Sullivan erklärt.

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