Dem unter Mordverdacht stehenden südafrikanischen Leichtathletik-Star Oscar Pistorius (26) drohen zwei weitere Anklagen.

Wie der nationale Nachrichtensender "eNCA" am Freitag berichtete, wird Pistorius einerseits vorgeworfen, im Januar in einem Restaurant in Johannesburg versehentlich einen Schuss abgefeuert zu haben.

Auch soll er auf dem Rückweg aus dem Urlaub aus dem fahrenden Auto eines Freundes heraus eine Waffe weggeworfen haben. Die Staatsanwaltschaft wollte diese beiden Anschuldigungen nicht kommentieren.

Am Montag will die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift gegen Oscar Pistorius vorlegen. Dann wird auch der mehrmalige Paralympics-Sieger zu einer erneuten Anhörung vor Gericht erwartet.

Möglicherweise wird die Anhörung wegen der Verlesung der Anklageschrift jedoch verschoben. Der Prozessbeginn wird erst Anfang des kommenden Jahres erwartet.

Prothesen-Sprinter Pistorius steht unter dem Verdacht, am Valentinstag dieses Jahres seine damalige Freundin Reeva Steenkamp vorsätzlich erschossen zu haben.

Er selbst und seine Anwälte hatten bisher beteuert, er habe die zum Zeitpunkt der tödlichen Schüsse im Badezimmer befindliche Steenkamp für einen Einbrecher gehalten.

Wird der Südafrikaner wegen Mordes verurteilt, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Kommt das Gericht zu dem Schluss, die Schüsse auf Steenkamp seien grob fahrlässig gewesen, müsste Pistorius bis zu 15 Jahre hinter Gitter.

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