Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) fühlt sich in der Frage gemeinsamer Wettkämpfe von nicht behinderten und behinderten Sportlern vom Deutschen Leichtathletikverband (DLV) übergangen. Das erklärte der Verband in einer Pressemitteilung.

Nachdem der DLV eine gravierende Regeländerung für Athleten mit einem Handicap auf den Weg gebracht hatte, nach der Sportler, die Prothesen oder weitere technische Hilfsmittel benötigen, künftig getrennt von Athleten ohne Handicap gewertet werden, erklärte DBS-Vizepräsident: "Wir hätten vom DLV erwartet, dass er uns an Beratungen über eine Regeländerung beteiligt und unsere Standpunkte in seine Meinungsbildung einbezieht."

Er stellte klar: "Sportpolitische Alleingänge sind schädlich, wir müssen aufeinander zugehen und miteinander reden."

Unterhalb des Dachs des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) müsse man sich bei so weitreichenden Fachfragen partnerschaftlich abstimmen "und nicht mit voreiligen Veröffentlichungen Frühstarts hervorrufen, mit denen andere Beteiligte benachteiligt werden".

Zu den geplanten Regeländerungen wollte sich Quade aber noch nicht äußern: "Es gibt teilweise komplizierte offene Fragen zu klären, und das wollen wir gemeinsam tun, bevor wir damit an die Öffentlichkeit gehen."

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