100-m-Champion Heinrich Popow wird nach seinem Sieg bei den Paralympics Profi und will als solcher in Rio de Janeiro 2016 erneut nach Gold greifen.

"Ich möchte den Schwung der Spiele mitnehmen und den Sport für die nächsten Jahre zum Mittelpunkt meines Lebens machen", sagte der 29-Jährige, der bei den Spielen in London auch jeweils Bronze im Weitsprung und mit der 4x100-m-Staffel gewonnen hatte und bisher als IT-Systemadministrator in der Fußball-Abteilung des Bundesligisten Bayer Leverkusen arbeitete.

"Gemeinsam mit meinem Trainer, dem Verein, Partnern und meinem Team von der Agentur (neuspree) will ich den für einen deutschen Behindertensportler immer noch außergewöhnlichen Weg gehen. Wenn nicht jetzt, wann dann?", meinte Popow:

"London 2012 war ein gewaltiger Schritt für mich persönlich, für uns alle, für Menschen mit und ohne Behinderung. Ich möchte dazu beitragen, dass wir in der Zeit bis zu den nächsten Paralympics mehr Anlässe bieten, auf den Sport aufmerksam zu machen und unser Potenzial besser abzurufen. Nach den Spielen ist vor den Spielen."

Popow spricht derzeit bereits mit Partnern und Sponsoren für die Zeit als Profi. Zudem fungiert der Leverkusener auch Förderer junger Athleten und Botschafter des paralympischen Sports.

"Das macht mir unglaublich viel Spaß", erklärte er: "Wenn ich für unseren Sport werben kann, will ich das immer und überall machen."

Sein erster Weg nach der Rückkehr aus London führte ihn in seine alte Grundschule, "die mich während meiner Erkrankung super unterstützt hat".

Weiterlesen