Nach den Erfolgen bei den Paralympics in London hat Thomas Härtel, Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), eine größere Barrierefreiheit auf den Sportanlagen in Deutschland gefordert.

"Wir müssen die Motivation und das öffentliche Interesse nutzen, um noch mehr Menschen mit Behinderung einen Zugang zu ihrem Sport zu verschaffen", sagte Härtel. Bei Sanierung und Bau von Sportplätzen müsse stärker an ein barrierefreies Konzept gedacht werden.

Dafür will sich der 61-Jährige in der nacholympischen Zeit besonders einsetzen und mit Entscheidungsträgern auf Landesebene kooperieren. Zudem sieht der Berliner eine Hauptaufgabe darin, qualifizierte Trainer zur Förderung behinderter Sportler zu gewinnen. "Es wird entscheidend sein, nachhaltig Signale zu setzen, um die Behinderten weiterhin zu unterstützen."

Der DSB-Vizepräsident wünscht sich für die Paralympics in Rio de Janeiro in vier Jahren einen ähnlichen Effekt wie jetzt in London. Zudem erwarte er eine große Auswirkung für den Behindertensport in ganz Südamerika. Härtel: "Das öffentliche Interesse wird wichtige Prozesse bewegen, um für eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen im Alltag zu sorgen."

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