Die Titelverteidiger Julius Brink und Jonas Reckermann aus Berlin geben bei der Beachvolleyball-EM im niederländischen Den Haag ihr Comeback, betrachten das Turnier aber nur als Zwischenstation auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 13. August).

"Wir werden sicherlich noch nicht wieder unser bestes Beachvolleyball zeigen können, und eine erfolgreiche Titelverteidigung erscheint unter den Vorzeichen nicht unbedingt realistisch", sagte Reckermann vor dem Turnierbeginn am Mittwoch: "Aber verstecken müssen wir uns sicherlich auch nicht."

Der 33-Jährige plagte sich in den vergangenen Wochen nach einem Sturz im Training mit einer Schulterverletzung herum und musste pausieren. Rechtzeitig zu den Titelkämpfen ist er aber wieder einsatzbereit. "Ich trainiere wieder annähernd normal und fühle mich bereit", sagte der Weltmeister von 2009, der vor knapp acht Monaten in Marokko sein letztes großes Turnier gespielt hatte.

Jetzt sei es wichtig, "einen Einstieg in die Saison zu schaffen und uns Wettkampfpraxis zu holen". Alle Bemühungen seien dem großen Ziel Olympia untergeordnet.

Insgesamt werden acht deutsche Duos in den Niederlanden dabei sein. 2011 hatten Brink/Reckermann (Gold), Jonathan Erdmann/Kay Matysik (Silber/Berlin) und Sara Goller/Laura Ludwig (Bronze/Berlin) einen kompletten Medaillensatz gewonnen. Mit insgesamt 25 Medaillen sind die deutschen Beachvolleyballer in der EM-Historie die mit Abstand erfolgreichste Nation. Letztmals ohne Medaille blieben die Teams des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) 1999.

Neben den erfolgreichen Teams des Vorjahrs gehören David Klemperer/Eric Koreng (Hamburg), Thomas Kaczmarek/Alexander Walkenhorst (Rottenburg), Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Essen), Karla Borger/Britta Büthe (Stuttgart) und Jana Köhler/Julia Sude (Hamburg) zum Aufgebot. Zunächst wird in einer Gruppenphase mit acht Vierergruppen gespielt, anschließend folgt die K.o.-Phase. Am 3. Juni werden die neuen Europameister gekürt.

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