Dirk Bauermann ist nach seiner Entlassung bei Lietuvos Rytas ratlos © imago

Der frühere Bundestrainer Dirk Bauermann hat gelassen auf seine Beurlaubung beim litauischen Spitzenklub Lietuvos Rytas reagiert.

"Ich wusste genau, auf welches Risiko und auf welche Art von Menschen ich mich einlasse. Daher wundert mich überhaupt nichts mehr", sagte der 56-Jährige "spox.com".

Bauermann hatte zu Saisonbeginn den Job in der litauischen Hauptstadt Wilna angenommen. Mit Rytas gewann er das Qualifikations-Turnier zur Euroleague, in der heimischen Meisterschaft führt der Klub ungeschlagen die Tabelle an und belegt in der osteuropäischen VTB United League den zweiten Platz.

Entsprechend zufrieden ist der gebürtige Oberhausener mit seiner Bilanz.

"Dass wir in unserer sehr schweren Euroleague-Vorrundengruppe nur Sechster von sechs Teams sind, ist nicht wegzudiskutieren", sagt Bauermann: "Wenn das der Grund für die Trennung ist, dann kann ich leider nichts ändern. Wenn man die anderen Gründe wie die wahre Stärke der Mannschaft ignorieren will, ist den Verantwortlichen auch nicht zu helfen."

Ein erneutes Engagement in der Bundesliga schließt der frühere Trainer von Bayern München nicht aus.

"Jede Situation, die sportlich interessant ist und bei der ich eine Perspektive sehe, die über das 'Nur-Job-Ausüben' hinausgeht, interessiert mich. Wenn das gegeben ist, gibt es gar keinen Grund, nicht nach Deutschland zurückzukehren", sagte Bauermann.

Sein Vertrag als Nationaltrainer in Polen war nach der EM im September ausgelaufen. Eine Fortsetzung ist laut Bauermann denkbar: "Der polnische Verband und die Spieler versuchen alles, mich zu einer Rückkehr zu bewegen."

Weiterlesen