Bundestrainer Svetislav Pesic will an Superstar Dirk Nowitzki festhalten, obwohl seine jungen Spieler beim Siegeszug durch die EM-Qualifikation auch ohne den Ausnahme-Könner der Dallas Mavericks zurecht gekommen sind.

Deutschland löste nach acht Siegen aus acht Spielen souverän das Ticket für die EM 2013 in Slowenien.

"Nowitzki, Nowitzki, Nowitzki. Es sind die Medien, die immer nach einem Dirk Nowitzki, Boris Becker oder Lothar Matthäus rufen", sagte Pesic bei "DBB-TV":

"Jetzt haben wir neue Gesichter. Das heißt aber nicht, dass wir in Zukunft mit Nowitzki nicht mehr rechnen. Aber es war wichtig, dass Deutschland gesehen hat, dass auch andere Spieler Basketball spielen können."

Pesic gab sich mit der Bilanz der EM-Qualifikation sehr zufrieden und betonte erneut die Bedeutung einer eigenen Ausrichtung.

"Ich glaube, dass wir deutsches Basketball spielen", sagte der 62-Jährige: "Gute Defense. Aggressive Defense. Begeisterung. Schnelle Angriffe. Nicht reagieren, sondern attackieren", beschrieb der Serbe den Stil seiner Mannschaft.

Lobende Worte fand Pesic, der die deutsche Nationalmannschaft bereits von 1987 bis 1993 betreut hatte, für die Entwicklung der Bundesliga.

"Das Produkt Basketball hat sich in den letzten Jahren in Deutschland sehr gut entwickelt. Die Bundesliga ist in punkto Organisation top und war in den letzten zwei Jahren in Europa die bestbesuchte Liga hinter Spanien", sagte Pesic.

Er begrüßte es auch, dass verstärkt deutsche Spieler in der Bundesliga auflaufen: "Das stärkt die Identifikation unter den Zuschauern."

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