Lucca Staiger (l.) war mit elf Punkten drittbester deutscher Spieler © imago

Das DBB-Team verliert auch das zweite Spiel beim Supercup. Der Vorjahressieger muss sich Mazedonien klar geschlagen geben.

Ulm - Leicht verbessert, wieder verloren: Die deutschen Basketballer warten beim Supercup weiter auf ein Erfolgserlebnis.

Im zweiten Spiel unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz in Ulm Mazedonien mit 67:81 (31:43) und kassierte in der Vorbereitung auf die anstehende EM in Slowenien (4. bis 22. September) bereits die dritte Niederlage in Serie.

Von den vergangenen sieben Länderspielen gingen sechs verloren.

"Ich bin durchaus zufrieden mit der Leistung. Wir haben gut gespielt, das Ergebnis ist in Ordnung", sagte Menz: "Wir haben versucht, mit viel Selbstbewusstein aufzutreten."

Keine Chance auf Turniersieg

Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hat nun keine Chance mehr, das traditionelle Vier-Nationen-Turnier nach 2004 und 2012 zum dritten Mal zu gewinnen.

Nach der Auftaktniederlage gegen Bosnien und Herzegowina (62:73) (BERICHT: Herbe Enttäuschungfür DBB-Team) kann sich der Gastgeber am Sonntag allerdings mit einem Sieg gegen Griechenland den dritten Platz sichern.

Der zweimalige Europameister unterlag am Nachmittag 84:90 (48:45) gegen Bosnien, das mit den Mazedoniern um den Turniersieg kämpft.

Gutes erstes Viertel zu wenig

Kapitän Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Lucca Staiger, Tibor Pleiß und Niels Giffey bildeten gegen Mazedonien wie schon am Vortag die Startformation.

Und erneut zeigte der Titelverteidiger ein gutes erstes Viertel (23:21). Vor allem durch Anspiele unter den Korb gelangen leichte Punkte, die Wurfquote war ebenfalls ausgezeichnet.

Doch auch gegen den EM-Vierten von Litauen 2011, der am Freitag den zweimaligen Europameister Griechenland geschlagen hatte (77:75), zeigte das DBB-Team in den zweiten 10 Minuten Schwächen.

Der Einsatz stimmte, doch die Würfe fielen nicht mehr. Die Mazedonier zogen davon, obwohl der gegen die Griechen überragende Bo McCalebb als Scorer kaum in Erscheinung trat.

Zu viele Fehler

Erst nach der Pause drehte der eingebürgerte Amerikaner auf und verbuchte am Ende 14 Zähler.

Dagegen unterliefen den DBB-Korbjägern zu viele leichte Fehler, um das Spiel noch einmal spannend machen zu können. Die besten Werfer waren Pleiß (16), Schaffartzik (12) und Staiger (11).

"Es war besser als gestern. Wir sind mit viel Kampfgeist gestartet. Jedes Spiel auf einem solchen Top-Niveau hilft uns weiter", erklärte Pleiß.

Rund eineinhalb Wochen vor dem Beginn der EuroBasket, bei der es im ersten Vorrundenspiel in Ljubljana gleich gegen Vize-Europameister Frankreich geht (4. September/21.00 Uhr), sah Menz an einigen Stellen Verbesserungsbedarf.

Zeit läuft weg

Viel Zeit für die Arbeit mit der jungen Mannschaft, die im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten ganz ohne Unterstützung aus der Profiliga NBA auskommen muss, bleibt aber nicht mehr.

Nach dem 25. Supercup gibt es für die deutsche Auswahl nur noch eine Gelegenheit, im Wettkampf etwas auszuprobieren oder zu ändern.

Bei der Generalprobe geht es am kommenden Freitag (19.30 Uhr) in Bamberg gegen Schweden.

Weiterlesen