Robin Benzing gab sein Debüt im deutschen Nationaltrikot im Jahr 2009 © imago

Trotz Führung müssen sich die deutschen Basketballer Bosnien zum Supercup-Auftakt geschlagen geben. Nun wartet Mazedonien.

Ulm - Die heiße Phase der EM-Vorbereitung hat für die deutschen Basketballer mit einem schweren Dämpfer begonnen.

In ihrem ersten Spiel beim 25. Supercup unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz Bosnien und Herzegowina in Ulm nach einer über weite Strecken enttäuschenden Vorstellung 62:73 (31:30).

"Es war der erwartet schwere Gegner heute, Bosnien hat eine sehr gute Manschaft mit vielen erfahrenen europäischen Topspielern. Und mit Superstar Teletovic, den wir heute nicht stoppen konnten", sagte Menz.

Und fügte an: "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat sich voll reingehängt. Auch die Defensive war nicht der Grund heute, damit war ich eigentlich zufrieden. Gegen Mazedonien bekommen wir wieder eine gute Gelegenheit zu wachsen und es besser zu machen."

Am Samstag trifft der Gastgeber auf Mazedonien, das zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers überraschend den zweimaligen Europameister Griechenland 77:75 (34:40) geschlagen hatte.

Nets-Star Teletovic ragt heraus

Rund eineinhalb Wochen vor dem Beginn der EuroBasket in Slowenien (4. bis 22. September) zeigte das Team des Deutschen Basketball Bundes (DBB) noch viele Schwächen.

Das junge Team hat nun fünf der letzten sechs Länderspiele verloren.

Bester Werfer beim Titelverteidiger, für den nach dem Supercup nur noch das Länderspiel gegen Schweden am kommenden Freitag auf dem Programm steht war Robin Benzing mit 13 Punkten.

Auch Tibor Pleiß (10) traf zweistellig.

Bester Mann auf dem Feld war der bosnische NBA-Profi Mirza Teletovic von den Brooklyn Nets (26 Zähler).

Nervöser Beginn

Bundestrainer Menz hatte unter der Woche die große Bedeutung des Turniers so kurz vor dem EM-Start hervorgehoben und gefordert, dass seine Spieler bei der Standortbestimmung ein "Statement abgeben".

Die deutsche Mannschaft ging die Aufgabe nervös an, fand dann aber schnell den Rhythmus.

15:0-Lauf für Bosnien

Im Gegensatz zur klaren Niederlage am vergangenen Samstag bei Europameister Spanien (54:85) fielen die Würfe, die Bosnier mit den Bundesliga-Profis Nihad Dedovic (Bayern München) und Zach Wright (Brose Baskets Bamberg) kamen anfangs nur schwer zu Punkten.

Die junge deutsche Mannschaft zeigte jedoch wie zuletzt Schwankungen und war zeitweise zu unkonzentriert.

Zum Beispiel nach dem vielversprechenden ersten Viertel (20:10). Bosnien kam nach einem 15:0-Lauf wieder ins Spiel.

DBB-Auswahl geht die Luft aus

Nach der Pause tat sich das DBB-Team, Supercup-Gewinner von 2004 und 2012, immer schwerer gegen einen Gegner, der sich abgesehen von Titelkandidat Frankreich auf dem Niveau der EM-Vorrundengegner befindet.

Doch die erste echte Probe für den Ernstfall in Ljubljana ging schief.

Die deutsche Mannschaft ließ Bosnien im Schlussviertel davonziehen und hatte keine Antwort mehr. Bosnien gewann am Ende hochverdient.

Harter Brocken folgt

Am Samstag (14.30 Uhr) dürfte es für die Deutschen gegen Mazedonien noch deutlich schwerer werden.

Der EM-Vierte von 2011 zeigte gegen Griechenland eine starke Leistung und stellte in Bo McCalebb den überragenden Akteur des ersten Spiels. Der eingebürgerte Amerikaner kam auf 25 Punkte.

Als bester Werfer der Griechen, am Sonntag (14.30 Uhr) letzter Gegner der Deutschen, kam Stratos Perperoglou auf zwölf Zähler.

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