Tibor Pleiß (M.) war gegen Bulgarien bester Spieler im deutschen Team © imago

Mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel holt das Pesic-Team den Gruppensieg. Schaffartzik und Pleiß überragen gegen Bulgarien.

Trier - EM-Ticket per Express: Die deutschen Basketballer haben sich auf dem kürzesten Weg für die Europameisterschaft qualifiziert.

Fast auf den Tag genau ein Jahr vor dem Start der Endrunde in Slowenien (4. bis 22. September 2013) feierte das Team von Bundestrainer Svetislav Pesic in Trier beim 79:69 (41:32) über Bulgarien den sechsten Sieg im sechsten Qualifikationsspiel und ist als Gruppensieger vorzeitig am Ziel (DATENCENTER: Die EM-Qualifikation).

"Ich liebe enge Spiele und freue mich, dass wir so gewonnen haben. Ich bin zufrieden", sagte der 63-jährige Pesic.

Durch den Erfolg vor nur 3.047 Zuschauern geht es für die junge deutsche Mannschaft in den beiden ausstehenden Spielen der Runde am Samstag (17 Uhr) in Norrköping gegen Gastgeber Schweden und am Dienstag (19.30 Uhr) in Oldenburg gegen Aserbaidschan um nichts mehr. Pesic hat die Gelegenheit, den Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance zu geben.

Schaffartzik und Pleiß ragen heraus

In der Arena von Bundesligist TBB Trier waren Heiko Schaffartzik und Tibor Pleiß beim schwer erkämpften Sieg mit jeweils 16 Punkten beste Werfer der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Pleiß verbuchte zudem 14 Rebounds.

Auch Maik Zirbes (12) und Lucca Staiger (10) trafen zweistellig.

Die deutsche Mannschaft begann nervös und brauchte mehr als drei Minuten, bis Pleiß der erste Korberfolg gelang. Auch ein 9:0-Lauf brachte keine Sicherheit, die Gastgeber taten sich weiter schwer. Vor allem wegen zu vieler Unaufmerksamkeiten bei Ballbesitz.

Bulgaren wehren sich tapfer

Erst mit einer starken Phase zum Ende des zweiten Viertels konnten sich die DBB-Korbjäger etwas absetzen.

Nach acht aufeinanderfolgenden Punkten betrug der Rückstand der Bulgaren zum ersten Mal mehr als zehn Zähler (37:26).

Auch nach der Pause sah Trainer Pesic, der die deutsche Nationalmannschaft zum Ende seiner ersten Amtszeit 1993 sensationell zum bislang einzigen EM-Titel geführt hatte, dass der Gruppenfavorit Probleme hatte.

Zu allem Überfluss ging zu Beginn des vierten Viertels auch noch Per Günther, der bei einem Pick'n'Roll an der Schulter von Teamkollege Pleiß hängen blieb, zu Boden und musste daraufhin behandelt werden.

Bulgarien ließ sich indes nicht abschütteln, ganz im Gegenteil. Die Gäste kamen im letzten Viertel wieder bis auf einen Punkt ran, das Spiel war völlig offen.

Die Entscheidung fiel 1:35 Minuten vor der Schlusssirene. Pleiß traf zum 78:69; legte einen Freiwurf zum Endstand nach und machte den umjubelten Erfolg perfekt.

Makellose Bilanz unter Pesic

Durch den Sieg gegen Bulgarien, in der Gruppe B neben Deutschland einziger EM-Teilnehmer von 2011, bleibt die Bilanz nach der Rückkehr von Svetislav Pesic makellos.

Das DBB-Team hat unter dem Erfolgtrainer alle Pflichtspiele gewonnen, der knappste Sieg war der in Trier.

Mit der Europameisterschaft ist für den 63-jährigen Serben Pesic, dessen Vertrag nur bis zum Ende der Qualifikation läuft und wohl bald verlängert wird, nur ein Zwischenziel erreicht.

In Slowenien soll im kommenden Jahr die Qualifikation für die WM 2014 in Spanien geschafft werden, auch bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro will der ehrgeizige Coach mit seinem Team dabei sein.

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