Chris Kaman bestritt am 15. Juli 2008 sein erstes Spiel fürs DBB-Team © getty

Der Bundestrainer setzt bei der EM-Qualifikation nicht mehr auf den NBA-Spieler. Pleiß und Co. rät er sogar Nordamerika ab.

München - Bundestrainer Svetislav Pesic wird in Kürze den Kader für den ersten Lehrgang des Nationalteams Mitte Juni in Kienbaum bei Berlin nominieren.

Superstar Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks wird auch nach dem frühzeitigen Ausscheiden in den Playoffs in der NBA nicht zur Mannschaft gehören. Der Würzburger hatte bereits im Vorjahr angekündigt, in diesem Sommer für die EM-Qualifikation nicht zur Verfügung zu stehen.

Im Interview mit dem Internetportal "spox.com" kündigte Pesic an, in naher Zukunft ein Gespräch mit Nowitzki zu führen: "Ich werde mich mit ihm im Sommer, wenn er wieder in Deutschland ist, treffen. Dann sehen wir weiter."

Keinen Kontakt zu Kaman

Mit Chris Kaman, in der NBA bei den New Orleans Hornets aktiv, scheint der 62-Jährige nicht mehr zu planen.

"Ich hatte noch keinen Kontakt, und ich möchte nichts vorweg nehmen. Aber ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, um auf der Center-Position den jungen Spielern eine Chance zu geben", so Pesic.

NBA "leichteste Job der Welt"

Seinen Schützlingen wie Tibor Pleiß rät der Bundestrainer von einem NBA-Engagement ab:

"Für jeden europäischen und damit auch deutschen Basketballer ist die NBA eine verlorene Zeit, außer derjenige ist so gut wie Dirk Nowitzki oder Pau Gasol. Für alle anderen macht es aus sportlichem Aspekt keinen Sinn: Sie kassieren ihre Schecks, sitzen auf der Bank und entwickeln sich nicht weiter. "

Generell sei die NBA "der leichteste Job der Welt", behauptet Pesic: "In der NBA sind die Gehälter garantiert, es gibt kein Training, und man hat von Mai bis Oktober Urlaub. In keinem anderen Job der Welt hat man so viel Luxus."

Zweites Heimspiel gegen Schweden

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft bestreitet ihr zweites Heimspiel im Rahmen der EM-Qualifikation am 24. August (20.15 Uhr) in Neu-Ulm gegen Schweden.

Die Pesic-Truppe spielt in der Qualifikationsgruppe B mit Bulgarien, Schweden, Luxemburg und Aserbaidschan um die Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 in Slowenien.

Jeweils die beiden Gruppenersten sowie die vier besten Dritten der sechs Qualifikationsgruppen erreichen die Endrunde.

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