Die Bayern spazieren gegen Galatasaray zu einem klaren Heimsieg. "Big John" meldet sich mit Blitzstart zurück.

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Vom FC Bayern berichtet Eric Böhm

München - Prestigeerfolg statt Nervenkitzel.

Nachdem die Qualifikation für die Top 16 (DATENCENTER: Ergebnise und Tabelle) der Turkish Airlines Euroleague mit der Niederlage des Konkurrenten Siena gegen Malaga feststand, gewann der FC Bayern München das letzte Spiel der Gruppe C gegen Galatasaray Istanbul mit 88:68 (43:32).

Das Aufeinandertreffen mit dem türkischen Traditionsteam zog seinen Reiz neben der Kulisse auch aus dem Fakt, dass sich beide Mannschaften in der nächsten Runde wiedersehen werden.

Beste Akteure der Gastgeber waren die Flügelspieler Nihad Djedovic (15 Punkte) und Nationalspieler Robin Benzing (10). Bei den Gästen überzeugte einzig US-Guard Henry Domercant (15 Zähler).

Lautstarke Party

Die 6700 Zuschauer im ausverkauften Audi Dome sorgten von Anfang für Party-Stimmung. Selbst Bayerns Coach Svetislav Pesic strahlte schon vor dem Spiel, wie sonst nicht einmal nach Siegen.

Die Anhänger der schon als Gruppenzweiter feststehenden Gäste wurden ihren Ruf alle Ehre und begrüßten ihr vom ehemaligen NBA-Spieler Carlos Arroyo angeführtes All-Star-Team lautstark.

Der Puerto Ricaner wurde trotz großer Personalnot aber geschont, während Pesic in seiner ersten Fünf wieder Center Bryant - nach auskurierter Grippe - bringen konnte, der gleich die ersten Punkte markierte. Chevy Troutman begann statt Boris Savovic.

Bryant mit Topstart

Die letzte Konzentration fehlte aber in den ersten Minuten beiden Kontrahenten. Viele Fehler und frühe Wechsel zeigten, dass es eben für die Bayern kein Do-or-Die war.

Während "Gala" sein Pensum unter anderem ohne den im Hinspiel überragenden Pops Mensah-Bonsu (ehemals Dallas Mavericks) verhältnismäßig leidenschaftslos runterspielte, war den Münchnern anzumerken, dass sie den Erfolg über einen großen Namen mitnehmen wollten.

Speziell Bryant wollte sich beweisen. Seine acht schnellen Punkte und sechs Rebounds trugen entscheidend zum klaren 20:10 nach dem ersten Viertel bei.

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FCB setzt sich mit Dreiern ab

Im zweiten Durchgang trafen die Gäste zwar auch einige ihrer gefürchteten Dreier, doch Treffer durch Benzing und Malcolm Delaney sowie die Offensiv-Rebounds führten zu einem klaren 40:24-Vorsprung.

Für das beste Euroleague-Team an den gegnerischen Brettern krönte Troutman per mächtigem Dunking den starken Lauf zwei Minuten vor der Pause. Da jubelte auch der verletzte Fußball-Star Bastian Schweinsteiger ausgelassen.

Am Ende der ersten Hälfte lieferten sich dann noch die beiden College-Kumpels Bryce Taylor (13 Punkte) und Istanbuls Malik Hairston ein kleines Privatduell. Sie spielten drei Jahre zusammen für die Oregon Ducks.

Mehr Leidenschaft

Großartige Anstalten, den Rückstand von elf Zählern aufzuholen, machte der aktuelle türkische Meister aber auch im dritten Viertel nicht.

Der FCB verteidigte seine zweistellige Führung mit einer guten Offensiv-Mischung aus Zug zum Korb von Djedovic oder Delaney sowie immer wieder eingestreuten Distanztreffern.

Auch in der Verteidigung investierten sie einfach mehr. Die wenig physischen Türken machten es ihnen aber auch leicht und setzten fast ausschließlich auf Sprungwürfe.

Kein Aufbäumen

Der klare Vorsprung und die Überlegenheit an den Brettern blieben auch im Schlussviertel erhalten. Istanbuls Rumpfteam wollte offenbar auch keine Hinweise, für das Wiedersehen in der Zwischenrunde preisgeben und verrichtete Dienst nach Vorschrift.

Spätestens mit Taylors beiden Dreiern zum 80:57 war alles klar. Selbst de heißblütigen Fans der Türken störte das an diesem Abend aber nicht- sie feierten bei der roten Party mit.

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