Sharrod Ford (M.) spielt seit 2012 für die Brose Baskets Bamberg © getty

Bamberg tut sich zum Euroleague-Auftakt gegen den französischen Meister lange schwer. Sharrod Ford sorgt mit zwei spektakulären Aktionen für die Wende.

München - Der deutsche Meister Brose Baskets Bamberg ist mit dem fest eingeplanten Heimsieg in die Euroleague gestartet.

Die Oberfranken besiegten am Mittwochabend Straßburg IG mit 84:70 (43:29). Vor 6.800 Zuschauern waren Jamar Smith (19 Punkte), Anton Gavel (16) und Sharrod Ford (11) die erfolgreichsten Werfer. Beim französischen Vizemeister zielte Alexis Ajinca (19) am besten.

Mühsamer Beginn

Nachdem es am Wochenende beim 68:71 bei den Artland Dragons schon die zweite Saisonniederlage in der Beko BBL gesetzt hatte, taten sich die Bamberger auch zum Euroleague-Auftakt zunächst schwer.

Mit einem 16:21 ging es aus Sicht der Gastgeber in die erste Viertelpause. Dort drehte Coach Chris Fleming dann aber offensichtlich an den richtigen Stellschrauben, denn der deutsche Meister präsentierte sich in der Folge wie verwandelt.

Mitte des zweiten Viertels sorgte John Goldsberry mit einem Dreipunktspiel zum 28:28 erstmals wieder für den Ausgleich. Ein Dunking von Ford und ein erfolgreicher Dreier von Rakim Sanders brachten die Brose Baskets kurz darauf sogar mit fünf Punkten in Führung.

Ford bringt die Halle zum Beben

Als Ford den Ball nur eine Minute nach seinem ersten Dunking wieder spektakulär durch den Ring stopfte, stand die Brose Arena endgültig Kopf. Den Sieben-Punkte-Vorsprung bauten die Bamberger bis zur Halbzeit kontinuierlich aus, Gavel setzte quasi mit der Pausensirene mit einem Distanzwurf zum 43:29 den vorläufigen Schlusspunkt.

Auch nach Wiederbeginn präsentierte sich der deutsche Meister weiter konzentriert und ließ bei den Gästen aus dem Elsass gar nicht erst die Hoffnung auf ein mögliches Comeback aufkeimen. Mit einem beruhigenden 66:45-Polster ging es ins Schlussviertel.

Dritter Sieg gegen Straßburg

Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete Bamberg in den letzten zehn Minuten einen Gang zurück, ohne die Franzosen aber noch mal in Schlagdistanz kommen zu lassen.

Damit konnten die Brose Baskets nach den beiden Begegnungen in ihrer ersten Euroleague-Saison 2005/06 auch das dritte Duell mit den Straßburgern für sich entscheiden.

"Es war eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft, die beste der Saison. Wir haben über weite Strecken hervorragend verteidigt", äußerte sich Manager Wolfgang Heyder nach Spielende dementsprechend zufrieden über die Vorstellung seines Teams.

Real Madrid vor der Brust

Nächster Gegner der Oberfranken in der schwierigen Gruppe B ist Real Madrid. Die ersten vier von sechs Teams ziehen in die Zwischenrunde der besten 16 Mannschaften ein, die das erklärte Ziel der Bamberger ist.

Im Vorjahr hatte der deutsche Meister die Top 16 erreicht, war dort aber ohne einen einzigen Sieg ausgeschieden.

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