Deon Thompson (l.) kam 2012 von Union Olimpija zu ALBA Berlin © getty

Sasa Obradovic hält es für unmöglich, Real per Taktik aus dem Konzept zu bringen. Neuzugang Traore fehlt noch die Fitness.

Von Felix Götz

München - Sieben Spiele, sechs Niederlagen und nur ein Sieg gegen Schlusslicht Bamberg:

ALBA Berlin hat sich in der Top-16-Runde der Euroleague bislang nicht gerade mit Ruhm bekleckert. (DATENCENTER: Euroleague)

Nun geht es für den Tabellenvierten der Beko BBL ausgerechnet beim großen Real Madrid (Fr., ab 20.40 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ u. LIVESTREAM) darum, die wohl endgültig letzte Chance auf das Weiterkommen mit einem Sieg zu nutzen.

"Real ist eines der besten Teams in Europa. In diesem Team wimmelt es auf jeder Position nur so von hochtalentierten und extrem vielseitigen Spielern", sagte ALBA-Coach Sasa Obradovic vor dem Auftritt im Palacio de Deportes.

Real beim Rebound königlich

Bereits bei der 63:77-Niederlage in eigener Halle waren die Berliner relativ weit von einem Sieg entfernt.

Leichter wird die Aufgabe gegen die "Königlichen", die in der vergangenen Woche beim 72:74 bei Efes Istanbul die erste Niederlage in der Euroleague-Zwischenrunde kassierten, auswärts sicher nicht.

Besonders unter den Brettern ist Real eine Macht - mit durchschnittlich 37,4 Rebounds pro Spiel hält das Team von Coach Pablo Laso den Bestwert der gesamten Euroleague.

"Auf eigenes Spiel konzentrieren"

Was die Offensive anbetrifft, gilt es beim Team um den früheren Bamberger Marcus Slaughter vor allem Rudy Fernandez in Schach zu halten, der mit 16 Zählern pro Partie Madrids bester Werfer ist.

"Diesen Gegner kann man nicht mit irgendeiner Überraschungstaktik aus dem Konzept bringen, weil Real auf jeder Position Spieler hat, die jederzeit auch außerhalb der eingeübten Systeme etwas für ihr Team kreieren können", so Obradovic:

"Uns bleibt da nur, uns auf unser eigenes Spiel zu konzentrieren. Wir müssen Fehler, die wir zuletzt gemacht haben, so gut wie möglich vermeiden und dann schauen, was dabei am Ende herauskommt."

Laso warnt vor ALBA

Real ist aber nicht nur deshalb der klare Favorit.

Mit 28 Millionen Euro hat der 30-malige spanische Meister einen ungefähr vier Mal so hohen Etat wie die Berliner.

"Wir werden Berlin nicht unterschätzen", meinte Laso dennoch. Der 45-Jährige hatte bereits nach dem Hinspiel gesagt: "Das Ergebnis zeigt nicht, wie hart umkämpft die Partie wirklich war."

Miralles trifft alten Bekannten

Laso trifft gegen ALBA übrigens mit Center Albert Miralles einen alten Bekannten wieder. Beide arbeiteten in der Saison 2009/2010 gemeinsam bei Lagun Aro GBC in Spanien.

Die Berliner, die ihren einzigen Sieg gegen Bamberg feierten, müssen in Madrid voraussichtlich noch ohne Neuzugang Ali Traore auskommen.

"Das entscheidet der Trainer. Noch fehlt mir Fitness. Doch es wird nicht lange dauern", erklärte der französische Center, der aufgrund einer Knieverletzung in dieser Saison nur zwei Spiele für Lokomotiv Kuban absolviert hat.

"Ich sehe, dass er von Tag zu Tag besser wird", meinte Obradovic dazu.

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