John Goldsberry (l.) wechselte 2008 von den Artland Dragons nach Bamberg © imago

John Goldsberry rechnet auswärts gegen Besiktas Istanbul mit einem wilden Ritt. SPORT1-Experte Femerling fordert Lerneffekt.

Von Raphael Weber und Eric Böhm

München - Die Brose Baskets Bamberg haben beim Auswärtsspiel gegen Besiktas Istanbul (Fr., ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM auf SPORT1.de) eine Mammutaufgabe vor der Brust.

Point Guard John Goldsberry rechnet mit einem wilden Ritt: "Es wird mit Sicherheit eine heiße Stimmung herrschen. Aber nachdem wir in Belgrad gespielt haben, bin ich sicher, dass wir unter solchen Umständen bestehen können."

Will der deutsche Double-Gewinner noch ein Wörtchen beim Einzug in die Top-16-Runde mitreden, muss gegen die Türken auch ein Sieg her (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Enttäuschung nach Hinspiel

"Ganz klar ist das für beide Teams ein wichtiges Spiel", sagt Bambergs Head Coach Fleming.

Den ersten Vergleich mit Istanbul gewannen die Türken (86:71), die in der Liga aktuell auf dem sechsten Platz zu finden sind.

Fleming hofft, dass seine Mannschaft diesmal eine bessere Figur abgibt: "Wir haben im Hinspiel einfach nicht gut gespielt und Besiktas war sehr gut. Wir waren ziemlich enttäuscht und ich hoffe, wir spielen in Istanbul besser."

Femerling fordert Lerneffekt

Gegen den FC Barcelona (66:86) gab es für die Franken zuletzt nichts zu holen. Dafür landete der Meister mit dem 77:72 bei Partizan Belgrad einen Big Point.

"Wenn sie in die nächste Runde kommen wollen, müssen sie lernen den Sack auch einmal zuzumachen", fordert SPORT1-Experte Patrick Femerling, und weiß aber: "In Istanbul ist es nicht einfach."

Die hitzige Atmosphäre sei hier der Knackpunkt.

"In Südeuropa spielt man immer auch gegen sehr lautstarke Fans. Bamberg hat sich aber schon in Moskau sehr teuer verkauft. Eine Chance gibt es immer", macht Femerling Bamberg Hoffnung.

Sieg fürs Selbstvertrauen

Gegen die Russen hatte Bamberg noch mit 67:76 das Nachsehen.

Vor dem Auswärtsspiel in Istanbul stehen die Franken mit 2:4-Punkten auf Platz vier in Gruppe D und könnten mit einem Sieg einen großen Schritt Richtung Top-16-Runde machen.

Mit einem Erfolg würden sie mit Istanbul (3:3) gleichziehen und den Abstand auf Partizan Belgrad und Vilnius (jeweils 1:6) vergrößern.

Femerling setzt für Bambergs Gastspiel am Bosporus auf den Rückenwind aus der Beko BBL: "Der knappe Sieg in einem Topspiel wie gegen die Bayern gibt immer zusätzliches Selbstvertrauen. Das kann die Aufgabe bei Besiktas erleichtern."

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