Heiko Schaffartzik spielte bereits von 2002 bis 2004 für ALBA Berlin © imago

Berlin erwartet in der Euroleague den israelischen Serienmeister Maccabi Tel Aviv. Bamberg reist in den Hexenkessel von Partizan.

Von Marc-Oliver Robbers

München - Es ist die ganz große europäische Basketball-Bühne. ALBA Berlin empfängt in der Euroleague den 50fachen israelischen Meister Maccabi Tel Aviv (ab 20.40 Uhr im LIVESTREAM und ab 22.55 Uhr im TV auf SPORT1+).

Die Israelis überrennen bisher ihre Gruppengegner und stehen mit vier Siegen aus vier Spielen an der Spitze der Gruppe B (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Doch SPORT1-Experte Stephan Baeck traut ALBA durchaus eine Überraschung zu. "ALBA hat sich bislang hervorragend präsentiert, den Schwung zu zwei frühen Siegen genutzt, und jetzt muss der nächste Schritt in den weiteren Spielen gegen große Gegner folgen", sagt Baeck.

"Achtelfinal-Tür weit offen"

Trotz der knappen Pleite gegen Unicaja Malaga in der letzten Woche glaubt der Ex-Nationalspieler an ein Überstehen der Gruppenphase. "Die Achtelfinal-Tür steht jedenfalls immer noch weit offen", erklärt Baeck im Gespräch mit SPORT1.

Doch aufgrund der bisherigen Überlegenheit der Israelis, fällt der Glaube an einen Sieg schwer. ALBA-Coach Sasa Obradovic versucht daher weniger über die Stärken des fünffachen Euroleague-Siegers zu sprechen, sondern vielmehr das eigene Team perfekt einzustellen.

"Wir müssen aus den in der letzten Woche in Malaga gemachten Fehlern lernen, müssen die unnötigen Ballverluste und die vergebenen einfachen Korbleger abstellen, die uns dort um den Sieg gebracht haben", sagte der Serbe auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

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Schaffartzik einsatzbereit

Dabei kann Obradovic wohl auch wieder auf die Dienste von Aufbauspieler Heiko Schaffartzik zählen.

Der Nationalspieler brach sich beim Sieg in Trier das Nasenbein an, konnte aber bereits wieder trainieren.

Fraglich ist dagegen weiterhin Power Forward Brian Randle. Der US-Amerikaner plagt sich weiterhin mit Beschwerden an der Plantarsehne herum.

Die Gäste kommen in Bestbesetzung nach Berlin. Besonders Guard Devin Smith sollte ALBA noch in schlechter Erinnerung haben.

Tel Aviv mit Ex-BBL-Spielern

Im Eurocup mit Benetton Treviso schenkte Smith den Berlinern 35 Punkte ein und versenkte gleich sieben Dreier. Damit hält er noch immer den Punkterekord in der o2-World.

Auch Playmaker Ricky Hickman und Forward Nik Caner-Medley dürften die Berliner noch aus der Beko BBL kennen.

Hickman spielte 2008 zusammen mit Schaffartzik für die Giessen 46ers. Caner-Medley begann seine Europa-Karriere bei den Artland Dragons.

Maccabi-Trainer David Blatt, der mit dem ehemaligen Albatross Emir Mutapcic bei Hapoel Jerusalem aktiv war, setzt auf eine tiefe Rotation und macht die Israelis dadurch unberechenbar.

Bamberg im Hexenkessel

Unberechenbar kommt auch der Gegner der Brose Baskets Bamberg (Fr., ab 20.40 Uhr im LIVESTREAM und ab 22.50 Uhr im TV auf SPORT1+) daher. Partizan Belgrad ist in dieser Euroleague-Saison noch ohne Sieg, aber die Serben setzen in ihrer Heimstätte Hala Pionir auf ihre Fans.

"Bamberg hat in Belgrad ein hartes Stück Arbeit vor sich. Mit einem frenetischen Publikum im Rücken wird es für die Franken sehr schwer", weiß auch Baeck.

Mit dem Sieg gegen Lietuvos Rytas haben die Brose Baskets ein Ausscheiden vermieden. Doch Bamberg muss nun nachlegen.

"Soll der Pflichtsieg gegen Rytas (SPIELBERICHT: Bissige Bamberger feiern ersten Sieg) nicht umsonst gewesen sein, muss Bamberg in Belgrad die Nerven behalten. Es wäre ein ganz wichtiger Schritt auf den Weg unter die 16 besten Teams in Europa", ist sich auch Baeck sicher.

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