C. J. Harris (r.) und seine Ludwigsburger brillierten gegen Bayern zu selten © getty

Bayern München steht nach einer Extraschicht im Play-off-Halbfinale der Basketball-Bundesliga (BBL).

Das Team von Trainer Svetislav Pesic zeigte sich von der Aufregung um das neu angesetzte vierte Spiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg unbeeindruckt, gewann bei den Gastgebern 86:68 (45:22) und entschied die best-of-five-Serie mit 3:1 für sich.

"Wir waren ein bisschen sauer, dass wir das Spiel wiederholen mussten. Wir fanden, dass wir unfair behandelt wurden. Jetzt wollten wir zeigen, dass wir verdient in der nächsten Runde sind", sagte ein zufriedener Bayern-Center Yassin Idbihi SPORT1.

Nach dem Münchner Sieg am Sonntag (82:75) war die Wertung des Spiels nach erfolgreichem Protest der Riesen am Montag aufgehoben worden - ein Novum in der jüngeren Geschichte der BBL. Spielleiter Dirk Horstmann hatte die Entscheidung mit einem "Fehler" der Referees begründet.

Das "Nachsitzen" brachte den Vorrundensieger aus München allerdings nicht aus dem Rhythmus - im Gegenteil. Im Angriff dominierten Malcolm Delaney und Deon Thompson nach Belieben, in der Defensive zeigten die Bayern ihre gewohnte Aggressivität. Ludwigsburg hechelte schnell einem zweistelligen Rückstand hinterher.

Kurz vor der Halbzeit erschien auf der Anzeigetafel das Vereinslogo der bereits für das Halbfinale qualifizierten Artland Dragons anstatt das der Bayern - ein gutes Omen. Im zweiten Durchgang verwalteten die Gäste den Vorsprung und zogen verdient in die Vorschlussrunde ein. Topscorer war Delaney mit 25 Punkten.

Der Gegner der Münchner wurde am Mittwoch im entscheidenden fünften Spiel zwischen Oldenburg und Bonn ermittelt. Im zweiten Halbfinale treffen die Dragons aus Quakenbrück auf Pokalsieger Alba Berlin.

Hier gibt's alles zum Basketball

Weiterlesen