18. Mai, die Erste: Nach vier Meistertiteln in Folge scheitert Bamberg bereits im Viertelfinale mit 1:3 Spielen an den Artland Dragons. Danach muss Erfolgstrainer Chris Fleming gehen. Die Brose Baskets machen einen radikalen Schnitt und tauschen mit Ausnahme der deutschen Nationalspieler Elias Harris und Karsten Tadda den gesamten Kader aus
Bamberg wurde in der vergangenen Saison unter Chris Fleming (r.) Deutscher Meister © imago

Die Festung hält, die Siegesserie geht weiter: Nach holprigem Saisonbeginn präsentieren sich die Brose Baskets Bamberg wieder wie in besten Zeiten.

Mit dem 73:69 (40:42) im Bundesliga-Spitzenspiel gegen ALBA Berlin sorgte der deutsche Basketball-Meister bei seinem Trainer Chris Fleming für Erleichterung. "Vor zwei Wochen hätten wir so ein Spiel wohl nicht gewonnen", sagte der US-Amerikaner.

Durch ihren achten Sieg in Serie haben sich die Franken endgültig in der Spitze der Liga zurückgemeldet.

Mit 20:4 Punkten liegt der Titelverteidiger wieder ganz dicht hinter dem noch vor wenigen Wochen scheinbar übermächtigen Spitzenreiter Bayern München (22:2). Der Aufschwung lässt sich mittlerweile auch in Zahlen ablesen.

Nach den Siegen bei Vizemeister EWE Baskets Oldenburg (73:59) am vorletzten Sonntag und unter der Woche in der Euroleague bei Anadolu Efes Istanbul aus der Türkei (89:78) gewann Bamberg auch das dritte aufeinanderfolgende Spiel gegen eine Spitzenmannschaft.

Beim Erfolg gegen Berlin, gleichzeitig eine Revanche für die Niederlage im Champions Cup Ende September, gefiel Fleming vor allem die Einstellung.

"Ich bin froh, dass meine Mannschaft am Ende ihr Herz gezeigt hat", erklärte der Erfolgstrainer. Am Freitag (20.30 Uhr) müssen die Bamberger bei Armani Mailand nachlegen, in der europäischen Königsklasse droht das Aus.

Bamberg hat dafür mit dem Auftritt gegen Berlin Selbstvertrauen getankt und sich neuen Respekt verschafft. Fast 36 Minuten lang lagen die Gastgeber zurück, zwischenzeitlich mit 15 Punkten.

Doch die Frankenhölle war für ALBA dennoch nicht einzunehmen, die Brose Baskets feierten dank eines starken letzten Viertels (21:11) den sechsten Erfolg im sechsten Bundesliga-Heimspiel.

"Gratulation, es war ein verdienter Sieg. Bamberg hat von seiner großen Erfahrung profitiert und einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen", sagte ALBA-Trainer Sasa Obradovic: "Unterm Strich bin ich aber nicht unzufrieden mit unserer Leistung." Berlin (12:8) ist Tabellensiebter.

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