Daumen hoch! Das Schicksal des Tübinger Profis und Nationalspielers Johannes Lischka, dem ein Tumor im Kopf entfernt wird, hat zuletzt ganz Basketball-Deutschland beschäftigt. Doch noch vom Krankenbett aus, postet Lischka ein Foto und denkt schon wieder an die Zukunft. "OP sehr gut überstanden. Jetzt eine Woche zu Hause erholen und dann kann ich hoffentlich mit der Reha beginnen."  (Copyright: facebook@johannes.lischka)
Johannes Lischka nach seiner Operation (Copyright: Facebook/Johannes Lischka) © getty

Nationalspieler Johannes Lischka will sich nach überstandener Hirntumor-OP noch vor Weihnachten das größte Geschenk selbst machen und in knapp drei Wochen auf das Bundesliga-Parkett zurückkehren.

"Mein Ziel ist es, am 21. Dezember im Heimspiel gegen die Baskets Würzburg zu spielen", sagte der 26 Jahre alte Forward der Walter Tigers Tübingen im Gespräch mit der "FAZ": "Das ist eine wichtige Partie für uns."

Erst am 11. November hatte sich Lischka der komplizierten OP unterzogen und dabei eine zwei Zentimeter große Geschwulst entfernen lassen.

"Im Grunde bin ich selber überrascht, wie gut es mir schon wieder geht", sagte Lischka, der bereits vor einigen Tagen wieder in das Training eingestiegen war und vom Aufwärmen bis zum Wurftraining alles mitmacht.

"Lediglich Krafttraining darf ich noch nicht absolvieren", verrät er.

Die Rückkehr auf das nationale Parkett gestaltet sich derweil in vielerlei Hinsicht schwer.

Da sein Körper momentan einige Hormone selbst nicht bilden kann, bekommt Lischka unter anderem Testosteron gespritzt. "Das muss natürlich der NADA (Nationale Anti Doping Agentur, d. Red.) gemeldet werden, aber mein Verein kümmert sich gerade um die Formalitäten", erklärte Lischka.

Zudem habe er durch die Einnahme der Hormone bis zu acht Kilogramm zugenommen, "hauptsächlich in Form von Wasserablagerungen. Entsprechend geschafft war ich nach meinem ersten Korbleger."

Um das angepeilte Ziel dennoch zu erreichen, wird Lischka laut Plan am kommenden Montag wieder in das komplette Mannschaftstraining einsteigen.

Er vermutet zwar, dass seine Mitspieler und er selbst zunächst noch "etwas gehemmt" sein werden: "Ich hoffe aber, dass sich das bald geben wird. Ich will keine Sonderbehandlung."

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