Jan Jagla bestritt sein erstes Länderspiel im August 2003 gegen Estland © imago

ALBA Berlins Zugang Jan-Hendrik Jagla hat im Interview mit SPORT1.fm einen Sieg gegen die Würzburg Baskets (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gefordert.

Aus der Sicht des Big Man ist für ALBA, das bisher zwei Spiele weniger absolviert hat und in der Tabelle nur auf Platz zwölf steht, ein Erfolg gegen Würzburg an diesem Samstag Pflicht.

Jagla warnt jedoch: "Würzburg ist mit vier Niederlagen etwas in der Krise, aber sie sind um einiges besser, als sie das zuletzt gezeigt haben. Wir brauchen diesen Sieg genauso wie sie. Es wird ein großer Kampf."

Jagla war vor dieser Saison von Bayern München in die Hauptstadt gewechselt.

"Es gab die Möglichkeit, in München zu bleiben, aber ich wollte noch eine Menge Basketball spielen. Und nicht wie bei Bayern eher weniger", nannte der 32-Jährige bei SPORT1.fm die Gründe. Beim FC Bayern hatte er nur wenige Spielminuten erhalten.

"Ich habe mich für ALBA entschieden, weil ich die Chance gesehen habe, auf hohem Niveau zu spielen, mit einer jungen Mannschaft zu arbeiten und trotzdem noch hohe Spielanteile zu haben."

Zudem sei es ein Wunsch gewesen, nach Hause zu Freunden und Familie zu kommen und noch einmal bei ALBA zu spielen, sagte der gebürtige Berliner.

Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft, bei der er im vergangenen Sommer ein Auszeit eingelegt hatte, würde Jagla gerne erneut tragen: "Ich werde das im Sommer wieder neu entscheiden und auf meinen Körper hören. Die Nationalmannschaft hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, deshalb würde ich eine Rückkehr auf keinen Fall ausschließen."

Auf seinen Nationalmannschafts-Kollegen Tim Ohlbrecht angesprochen, der zuletzt in der NBA bei den Philadelphia 76ers entlassen wurde, rät Jagla diesem, durchzuhalten.

"Die NBA ist immer ein schwieriger Schritt. Da müssen viele Faktoren zusammenkommen, damit das klappt - außer man ist natürlich so ein Ausnahmespieler wie Dirk Nowitzki. Tim hat versucht, sich seinen Traum zu erfüllen. Das muss man ihm hoch anrechnen, dass er alles gegeben hat. Auch wenn es jetzt nicht geklappt hat, hoffe ich, er versucht es weiter. Er wird seinen Weg weiter gehen", ist sich Jagla sicher.

Dass Ohlbrecht nun in ein Loch fällt, glaubt der Berliner glaubt nicht: "Er hat einer Menge Leuten gezeigt, dass er auf ganz hohem Niveau mithalten kann. Dass er sich dort ein Jahr gehalten hat, ist eine super Sache. Da muss er einfach weitermachen."

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