ALBA-Sportdirektor Mithat Demirel gibt sich nach dem Abwandern von gleich vier Berliner Spielern zum Beko-BBL-Konkurrenten Bayern München gelassen.

Die Frage, ob die Bayern die ALBA-Mannschaft zerstört hätten, verneinte der 35-Jährige bei SPORT1.fm.

Trotzdem war der ehemalige Nationalspielmacher erstaunt über das Vorgehen der Bayern, die Nihad Djedovic, Yassin Idbihi, Heiko Schaffartzik und Deon Thompson von den "Albatrossen" losgeeist hatten: "Dass gleich vier Spieler zu einem Klub wechseln, ist natürlich neu und auch nicht so üblich."

Gegenüber dem finanziell überlegenen Konkurrenten aus Bayern will Demirel trotzdem nicht aufgeben.

Dass es für Berlin dabei schwierig sei, geeignete Spieler zu verpflichten, sei von den Medien falsch dargestellt worden. "Wir haben sehr früh angefangen unser Team zu bauen unseren eigenen Weg zu entwickeln, den wir die nächsten Jahre gehen wollen."

Neue Spieler ließen sich durchaus von diesem Weg überzeugen: "Wir haben die Spieler nicht mit außerordentlich hochdotierten Verträgen zu uns gelockt, sondern mit unserem sportlichen Konzept", so Demirel.

Die Ziele für die neue Saison will der Sportdirektor noch nicht verraten: "Darüber werden wir sprechen, wenn das Team komplett zusammen ist."

ALBA hat bereits elf neue Spieler verpflichtet - trotzdem stehe noch ein Neuzugang an: "Wir sind an einem Spieler dran", verriert der ehemalige Nationalspieler.

"Wir suchen noch einen beweglichen, großen Spieler", sagte Demirel. Der Neue werde kein Deutscher sein: "Wir haben ja fünf Positionen für Ausländer besetzt ? das wäre der Sechste."

Die Liga-Konkurrenz müsse sich aber keine Sorgen machen, der letzte Zukauf werde nicht aus der Bundesliga kommen.

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