Allzu große Bedeutung hat der erste Titel der Saison für Chris Fleming nicht. "Am Ende des Tages ist das ein letztes Vorbereitungsspiel für uns", sagt der Trainer der Brose Baskets Bamberg mit Blick auf den Champions Cup am Sonntag (ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Beim Meister versteht man das Duell mit ratiopharm Ulm mehr oder weniger als willkommene Generalprobe für die drei Tage später beginnende Saison der Beko BBL.

Dabei geht es für die Franken vor heimischer Kulisse darum, ihre einmalige Serie auszubauen. Zuletzt hat sich Bamberg vor mehr als drei Jahren einen nationalen Titel entgehen lassen.

In der Saison 2008/09 scheiterte das Team aus "Freak City" im Playoff-Halbfinale. Seitdem gingen dreimal die Meisterschaft, dreimal der Pokal und zweimal der Champions Cup an die deutsche Nummer eins.

Dass Bamberg nur mit einem Auge auf den Titel schielt, ist verständlich. Denn eigentlich gehört der Champions Cup sowieso schon ihnen. Meister gegen Pokalsieger heißt das seit 2006 ausgetragene Duell, da Bamberg aber nunmal schlecht gegen sich selbst spielen kann, springt der Vizemeister ein.

Für Ulm geht es in Bamberg darum, die Enttäuschung nach der verpassten Qualifikation für die Euroleague zu verarbeiten.

Am Mittwoch war das Team von Trainer Thorsten Leibenath beim Turnier im italienischen Desio direkt zum Auftakt an Unics Kasan aus Russland gescheitert und spielt somit nur im zweitklassigen Eurocup.

Kurz vor dem Saisonauftakt in der Bundesliga will Ulm aber auch die Serie der Niederlagen gegen Bamberg beenden, denn in der vergangenen Saison gingen gleich sechs Duelle mit dem Favoriten verloren.

Das Playoff-Finale endete aus Sicht der Ulmer mit 0:3 und war schnell beendet, dazu scheiterte das Team um John Bryant, wertvollster Spieler (MVP) der abgelaufenen Saison, im Halbfinale des Top-Four-Turniers um den Pokal an den Brose Baskets. Auch die beiden Saisonspiele gingen an Bamberg.

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