Nach drei Jahren ohne Titel in der Bundesliga fürchtet der frühere deutsche Serienmeister ALBA Berlin zwei Wochen vor dem Saisonstart vor allem die harte Konkurrenz des finanzkräftigen Emporkömmlings Bayern München.

"Bayern wird das Maß aller Dinge sein", sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi: "Sie haben den Vorteil, dass sie sich ihr starkes Team nur für den nationalen Wettbewerb leisten."

Während die Berliner und auch Double-Gewinner Brose Baskets Bamberg in der Königsklasse Euroleague antreten, könnten sich die Münchner um Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann nach dem Verzicht aufs internationale Geschäft voll auf den Ligabetrieb konzentrieren.

"Sie werden im Gegensatz zu uns und Bamberg viel frischer sein", sagte Baldi, der als Ziel für die Meisterschaft das Erreichen des Halbfinales ausgegeben hat: "Dann haben wir eine gute Saison gespielt."

Trotzdem wollen die "Albatrosse" unter ihrem neuen Trainer Sasa Obradovic wieder nach einem Titel greifen.

"Wenn man die Endrunde um den Pokal in der eigenen Hütte hat, muss man alles mobilisieren, um ihn auch hier zu behalten", sagte Baldi angesichts des Top-Four-Turniers, das am 23. und 24. März 2013 in der heimischen Arena am Ostbahnhof stattfinden wird.

In der vergangenen Saison waren die Berliner bereits im Viertelfinale der Play-offs ausgeschieden und hatten auch die Endrunde um den Pokal in Bonn verpasst.

"Es is kein Geheimnis, dass die abgelaufene Saison keine erfolgreiche war", sagte Klub-Boss Axel Schweitzer: "Dennoch stehen wir jetzt vor einer spannenden Saison, wie in den letzten 22 Jahren nicht."

Vor allem der Startplatz in der Euroleague, die der Hauptstadtklub durch eine Wildcard bekommen hat, biete viele Chancen. "Wir gehören dort hin und werden das beweisen", sagte Schweitzer: "Wir haben ein sehr, sehr starkes Team und den richtigen Trainer."

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