Durch ein taktisches Missgeschick verspielt Artland zum Auftakt der Halbfinals gegen ALBA den Sieg. Bayern lässt nichts anbrennen.

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Berlin - Favoritenschreck Artland Dragons hat zum Auftakt der Halbfinals in der Beko BBL einen Überraschungserfolg durch ein taktisches Missgeschick verschenkt.

Titelfavorit und Hauptrundensieger Bayern München kam dagegen zu einem souveränen Erfolg.

Dummes Foul an Redding

Die Dragons aus Quakenbrück verloren bei ALBA Berlin mit 79:81 (72:72, 34:44) nach Verlängerung, nachdem sie wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit Reggie Redding beim Dreierversuch foulten, anstatt zuvor einen Berliner beim Ballvortrag zu stoppen (DATENCENTER: Beko BBL Playoffs).

Statt zweier Freiwürfe gab es somit drei für ALBA, die Redding allesamt verwandelte und damit die 72:69-Führung der Gäste egalisierte.

In der Overtime versenkte dann erneut Redding 27 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Wurf, Artlands Lawrence Hill verpasste im Gegenzug die Chance, eine zweite Verlängerung zu erzwingen.

Bayern setzt sich früh ab

In München konnten sich die Gastgeber beim 85:67 (46:35) gegen die EWE Baskets Oldenburg nach einem ausgeglichenen ersten Viertel schon im zweiten Abschnitt vorentscheidend absetzen.

Nach einem 18:19-Rückstand zogen die Bayern in rund zweieinhalb Minuten dank des überragenden Malcolm Delaney und einer starken Defensive auf 29:19 davon, Nationalspieler Heiko Schaffartzik erhöhte mit einem spektakulären Buzzerbeater von der Mittellinie zum Halbzeitstand von 46:35.

[kaltura id="0_9rhpbs1k" class="full_size" title="Buzzerbeater bringt Bayern auf Siegerstra e"]

Delaney überragt

Auch nach der Halbzeitpause blieb München die dominante Mannschaft, traf aus allen Lagen besser und verteidigte gegen wenig effiziente Oldenburger konsequent.

Mitte des Schlussviertels lagen die Gastgeber bereits mit mehr als 20 Punkten in Führung und ließen sich diesen deutlichen Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr nehmen.

Delaney kam am Ende auf 22 Punkte, für den Meister von 2009 war Julius Jenkins bester Werfer (16).

ALBA mit viel Mühe

Deutlich mehr Mühe hatte dagegen Pokalsieger ALBA Berlin mit den Dragons, die im Viertelfinale überraschend Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg ausgeschaltet hatten.

"Nun weiß jeder, warum Quakenbrück im Halbfinale steht und nicht Bamberg" sagte ALBA-Coach Sasa Obradovic nach dem Spiel und betonte: "Das war erst der Anfang und wir können uns alle noch auf eine extrem harte Serie einstellen."

Holston glänzt erneut

Neben Redding (19 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists) wurde Vojan Stojanovski mit 16 Punkten zum Matchwinner für die Albatrosse

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Bei den Dragons, die in Spiel zwei der Best-of-Five-Serie (Mi., 20.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de) Heimrecht haben, war David Holston mit 20 Punkten erfolgreichster Werfer.

Schultze läuft schnell heiß

Holston hatte Artland auch neun Sekunden vor dem Ablauf der 40 Minuten mit einem Dreier zum vermeintlichen Sieg geworfen. Einen letzten Distanzwurf mit der Sirene verfehlte der 1,70 Meter kleine Spielmacher dann aber.

Pokalsieger ALBA hatte vor 9644 Fans in der Arena am Ostbahnhof das erste Viertel nur dank eines Buzzerbeaters von Redding für sich entschieden, setzte sich aber im zweiten Abschnitt durch sieben Punkte in Folge auf 22:15 ab.

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Nicht nur Jan-Hendrik Jagla, der neun Punkte und vier Rebounds vor der Halbzeit verbuchte, sondern auch Sven Schultze mit zwei Dreiern direkt nach seiner Einwechslung schraubten den Vorsprung auf 42:30.

ALBA-Durststrecke im Schlussviertel

Wie schon in den Viertelfinalspielen gegen Bamberg ließen sich die Dragons allerdings nicht abschütteln - obwohl sie das Duell um die Rebounds mit 22:31 verloren.

Im Schlussviertel, als die Berliner über sechs Minuten ohne Punkt blieben, machten die Gäste aus einem 51:60-Rückstand eine 62:60-Führung. Erst Stojanovski brach den Bann für ALBA.

Dennoch durften die Quakenbrücker von der Überraschung träumen - bis der ehemalige Bayern-Profi Brandon Thomas das zu späte Foul an Redding beging.

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