Chris Fleming ist seit 2008 bei Bamberg unter Vertrag, Rakim Sanders (l.) seit 2013 © imago

Bamberg scheitert erstmals seit Dirk Bauermanns Zeiten im Viertelfinale. Flemings Dank an die Spieler klingt nach Abschied.

Quakenbrück/München - Nach dem bitteren Ende der Meisterschafts-Serie suchte Chris Fleming gar nicht erst lange nach Ausreden.

"Wir haben in dieser Saison nie unser Gleichgewicht gefunden. Wir waren oft nah dran, haben aber nie die Kurve gekriegt", sagte der Trainer der Brose Baskets Bamberg im Anschluss an das Viertelfinal-Aus (Bericht).

Nun steht beim Titelverteidiger der Beko BBL wohl ein größerer Umbruch bevor.

Erstmals seit 2009 ohne Trophäe

Die Franken schieden nach vier deutschen Meisterschaften und drei Pokalsiegen seit 2010 mit 1:3 gegen die Artland Dragons bereits in der ersten Playoff-Runde aus. (SHOP: Jetzt Basketball-Fanartikel kaufen)

"Für uns ist es ein schweres Ende", sagte der enttäuschte Fleming nach dem 75:83 (44:40) in Quakenbrück. Während die Niedersachsen im Halbfinale ab Sonntag auf Pokalsieger ALBA Berlin treffen, ist die Saison für Bamberg so früh beendet wie seit sechs Jahren nicht mehr.

2008 war Bamberg zuletzt im Viertelfinale ausgeschieden - das Ende der Ära Dirk Bauermann.

In Flemings erster Saison ging es zumindest bis ins Halbfinale, dann folgten drei Double-Gewinne und der Meistertitel im vorigen Jahr. 2014 gab es erstmals gar keine Trophäe.

Rückschläge und Nachverpflichtungen

Fleming deutete nun bereits an, dass sich in der Sommerpause in "Freak City" einiges ändern wird und bedankte sich explizit bei seiner Mannschaft.

"Ich hätte gern gesehen, dass die Jungs als Meister aus dieser Saison rausgehen. Es war ein Vergnügen, mit ihnen gearbeitet zu haben", sagte Fleming.

Doch Bamberg fehlte nicht erst in der K.o.-Runde der Killerinstinkt früherer Spielzeiten. Für den Zweiten der Hauptrunde war es eine harte Saison mit vielen Rückschlägen und Nachverpflichtungen, selbst gegen Außenseiter Quakenbrück, Siebter nach der regulären Saison, reichte es nicht zum Weiterkommen.

Ludwigsburg legt Protest ein

"Aus unserer Sicht haben wir uns im ersten und dritten Spiel die Kontrolle am Ende klauen lassen und über die Serie gesehen, wie die Dragons immer selbstbewusster geworden sind", sagte Fleming. (DATENCENTER: Beko BBL Playoffs)

Während das Duell zwischen Quakenbrück und Berlin bereits fest steht, gibt es vor dem zweiten Halbfinale noch offene Fragen.

Die MHP Riesen Ludwigsburg legten nach dem 72:85 gegen Bayern München fristgerecht Protest ein. Die Schiedsrichter hatten kurz vor Schluss den falschen Spieler an die Freiwurflinie geschickt (Bericht). Coach John Patrick sah sogar gute Chancen auf ein Wiederholungsspiel.

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