Elias Harris (l.) wechselte von den Los Angeles Lakers nach Bamberg © imago

Bamberg läuft gegen Artland lange einem Rückstand hinterher, gleicht die Serie aber aus. ALBA zittert sich zum Sieg, Bonn hofft.

Bamberg - Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg hat in den Playoffs der Beko BBL zurück in die Erfolgsspur gefunden.

Bamberg rehabilitierte sich für die Auftaktpleite gegen die Artland Dragons und entschied Spiel zwei auf fremdem Parkett mit 80:72 (37:42) für sich.

Gavel krönt Aufholjagd

Dabei lagen die Bamberger zwischenzeitlich schon mit elf Punkten zurück. Im letzten Viertel brachen die Dragons allerdings ein und erzielten mickrige fünf Punkte. (Stenogramme: Die Playoffs der BBL)

Zwei Minuten vor Schluss sorgte Anton Gavel, der am Ende mit 23 Punkten auch Topscorer der Partie war, für die erste Führung der Gäste. Die gaben sie dann auch nicht mehr her.

Auf Seiten der Gastgeber zeigte sich Anthony King mit 20 Zählern am treffsichersten.

[tweet url="//twitter.com/Artland_Dragons"]

Alba gelingt Zittersieg

Der achtmalige Meister Alba Berlin, Dritter der Hauptrunde, kam im Spiel bei ratiopharm Ulm zu einem hart erkämpften 90:89 (40:44) und braucht damit beim Stand von 2:0 nur noch einen Sieg für den Einzug ins Halbfinale. (DATENCENTER: Playoff-Ergebnisse ).

Dabei konnten die Ulmer bis ins letzte Viertel eine knappe Führung verteidigen, ließen sich am Ende von cleveren Gästen aber doch noch abfangen.

Bonn gleicht aus

Die EWE Baskets Oldenburg mussten den 1:1-Ausgleich in der Serie hinnehmen, bei den Telekom Baskets Bonn unterlag der Vizemeister mit 61:72 (25:35).

Ludwigsburg überrascht

Kurz zuvor hatte der FC Bayern München hat gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg überraschend den Ausgleich in der Serie kassiert.

Nach dem klaren Auftaktsieg in München mussten sich die Bayern nach einem Basketball-Krimi in Ludwigsburg mit 85:83 (46:33) geschlagen geben. Der Ex-Lakers-Spieler Coby Karl sorgte am Ende mit einem Buzzer-Beater für die Entscheidung.

[kaltura id="0_oacoep16" class="full_size" title="Ex Laker schockt den FC Bayern"]

John Stockton in der Halle

Unter den Augen von NBA-Legende John Stockton, dessen Sohn Michael für Ludwigsburg aktiv ist, begannen die Gastgeber vielversprechend.

Im Gegensatz zum Debakel in Spiel eins, hielten die Riesen dieses Mal von Beginn an dagegen und zwangen Bayern-Coach Svetislav Pesic schon nach wenigen Minuten zur ersten Auszeit.

(SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen)

[kaltura id="0_8b7kxir9" class="full_size" title="Stockton Das war eine zus tzliche Motivation"]

Bryant muss passen

Die Bayern, bei denen John Bryant wegen einer Wadenverletzung nicht spielen konnte, hatten vor allem in der Defensive große Probleme mit den Gastgebern, die ihren Vorsprung vier Minuten vor der Pause erstmals auf über zehn Punkte ausbauen konnten (41:29).

Kurz vor dem Halbzeit-Pfiff verdrehte sich dann auch noch Bayern-Youngster Paul Zipser böse das Knie.

Ohne Zipser und mit einer überraschenden 46:33?Führung der Ludwigsburger ging es in die Kabine.

Ludwigsburg zieht davon

"Wir sind viel besser aus der Kabine gekommen als beim letzten Mal. Jetzt müssen wir weiter zeigen, dass wir der Herr im Haus sind und weiter aggressiv bleiben", gab Ludwigsburg Tim Koch bei SPORT1 die Richtung für die zweite Hälfte vor.

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Riesen zu Beginn vor allem von der Dreierline brandgefährlich und zogen so zwischenzeitlich auf 18 Punkte davon.

[image id="5887e56a-63ad-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Bayern dreht die Partie

Gegen Ende des dritten Viertels kam der Vorrunden-Erste dann aber besser in die Partie und verkürzte angeführt von Nihad Djedovic, der mit 23 Punkten Topscorer der Münchner war, nach und nach den Rückstand.

Sechs Minuten vor dem Ende sorgte Malcolm Delaney dann für die erste Führung der Gäste (68:66). Kurz darauf verloren die Riesen auch noch ihren bis dahin besten Punktesammler Michael Stockton, der sein fünftes Foul beging.

[tweet url="//twitter.com/fcb_basketball"]

Karl trifft mit dem Buzzer

Dennoch blieb das Spiel in den letzten Minuten ausgeglichen, die Führung wechselte gleich mehrfach. Bei Bayern verletzte sich kurz vor Schluss Nihad Djedovic an der Hand.

Der letzte Wurf der Partie gehörte dann aber Karl, der die Partie mit der Schlusssirene zugunsten des Außenseiters entschied.

"Das ist Wahnsinn, wir kämpfen so hart und werden dann belohnt", jubelte Karl nach der Partie bei SPORT1.

[kaltura id="0_eictzyvq" class="full_size" title="Karl Es geht um Herz und Charakter"]

Weiterlesen