SPORT1-Experte Pascal Roller ist sportlicher Leiter bei den Hamburg Towers © imago

Eine neue Arena soll die Chancen auf Hamburger Bundesliga-Basketball erhöhen. Nicht nur der sportliche Erfolg steht im Fokus.

Hamburgt - In Hamburg wächst das ehrgeizige Projekt, ein Basketball-Team zu etablieren, immer weiter.

In Zukunft soll die Mannschaft der Hamburg Towers nach Vorstellung der Verantwortlichen nicht nur in der Bundesliga vertreten sein, sondern auch im Konzert der Großen zwischen den Brose Baskets Bamberg und Bayern München mitmischen.

Neue Halle für die Bundesliga

Damit der Traum verwirklicht werden kann, hat der Verein nun die Schlüssel für ihre neue Heimat erhalten und damit einen weiteren Schritt zur Erfüllung der Lizenzierungsauflagen der BBL gemacht.

Die sportlichen Leitern Pascal Roller und Marvin Willoughby erhielten deshalb im Beisein von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz bei einer offiziell Übergabe die frühere igs-Blumenhalle vom Geschäftsführer der Internationalen Gartenschau (igs), Heiner Baumgarten.

Innerhalb eines Jahres soll für 3,5 Millionen Euro daraus eine Basketballarena für 3000 Zuschauer entstehen.

"Mehr als sportliche Bedeutung"

"Der heutige Tag steht in Wilhelmsburg ganz im Zeichen der Vorfreude auf große Sportereignisse und gute Trainingsmöglichkeiten", sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz.

"Die neue Basketballhalle ist jedoch viel mehr als eine Halle für den Sport - sie erhält ihre Bedeutung ganz wesentlich durch die vielen sozialen Projekte, die um sie herum entstehen", so Scholz.

Hoffnung auf Wildcard

Die Ex-Nationalspieler Roller und Willoughby streben eine Wildcard an, mit der die Towers schon in der kommenden Saison in Deutschlands höchster Spielklasse an den Start gehen könnten.

"Wir wollen hier Leistungssport und Sozialarbeit miteinander verknüpfen", sagte Willoughby.

Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten in der Stadt sollen über den Sport gesellschaftliche Grundwerte vermittelt werden, die dann die Basis für das Projekt bilden.

"Einzigartiges Projekt"

Willoughby, der in der Bundesliga für Würzburg und Köln spielte, kann dabei auf die Unterstützung des Deutschen Basketballbundes (DBB) setzen.

"Ein solches Programm mit all seinen Facetten ist einzigartig in Deutschland", sagte Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt. Es sei "beeindruckend und nicht selbstverständlich", dass sich die Stadt klar zu dem Projekt bekenne.

Im Mai fällt die Entscheidung

Über eine mögliche Wildcard für die Hamburg Towers wird nicht vor Ende Mai entschieden. Letztmals spielten in Hamburg die BC Tigers zwischen 1999 und 2001 in der Bundesliga.

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