Vor vier Monaten warf Bamberg den FCB im Playoff-Halbfinale raus © getty

In der Beko BBL steigt der erste Kracher: Meister Bamberg tritt beim Rivalen FC Bayern an. Für Pesic sind die Miami Heat Vorbild.

München - Was für ein Start. Schon am 2. Spieltag der Beko BBL kommt es zum bayerischen Gigantentreffen:

Der FC Bayern München fordert nach seinen Großinvestitionen den deutschen Meister Brose Baskets Bamberg heraus.

Gut vier Monate nach ihrem Halbfinal-K.o. gegen die Franken planen die Münchner im Audi Dome (16.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im GRATIS-LIVESTREAM und auf SPORT1.fm) die Revanche.

"Noch nicht Miami Heat"

"Wir sind noch nicht Miami Heat. Von uns wird viel erwartet, aber das beschäftigt uns nicht", sagte Bayern-Trainer Svetislav Pesic vor der ersten Kraftprobe der Titelfavoriten.

Den Bayern gelang zum Auftakt am Donnerstag mit einer kämpferischen Leistung ein 87:82-Auftaktsieg in Bonn (Bericht). Doch im Team von Pesic hakte es noch.

Mit fünf ausländischen Neuzugängen in der Startformation lagen die Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts zwar mit 13 Zählern vorne (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Kampfgeist und spielerische Mängel

Doch dann drehten die Bonner die Partie zeitweise. Bei allen spielerischen Mängeln bewiesen die Bayern Kampfgeist und verließen das Spielfeld doch noch als Sieger.

Das sei nach den zuvor verlorenen Testspielen vor allem "für den Kopf sehr wichtig" gewesen, meinte Pesic. Er erwartet gegen den Meister eine deutliche Leistungssteigerung.

"Wir müssen gegen Bamberg besser verteidigen, das ist klar. Mit dieser Defense kann man nicht Meister werden", mahnte der erfahrene Coach.

Integration braucht Zeit

Der Serienmeister aus Bamberg habe seiner Mannschaft vor allem Kontinuität voraus. "Das wird über die ganze Saison gesehen ein Vorteil von Bamberg sein."

Sein Team sei trotz der Neuzugänge "noch nicht besser als letztes Jahr. Uns fehlt die Spielpraxis", sagte Pesic.

Die Integration der Spieler brauche Zeit. "Alle müssen sich weiter beweisen. Es gibt keinen Automatismus", äußerte er.

Fleming vermisst defensive Identität

Die Bamberger hatten am Mittwochabend zur Saisoneröffnung vorgelegt und den Mitteldeutschen BC mit 86:70 besiegt (Bericht).

Auch Trainer Chris Fleming war mit der Abwehr seiner Mannschaft nur phasenweise zufrieden: "Im zweiten und dritten Viertel, wo wir uns einen Vorsprung erarbeiten konnten, waren wir defensiv sehr stark. Für diese Mannschaft ist aber noch eine defensive Identität notwendig, wir geben dem Gegner zu viele erfolgreiche Würfe. Daran müssen wir weiter arbeiten."

Auch Nebenerscheinungen

Zuletzt sicherten sich die Franken viermal nacheinander die deutsche Meisterschaft. "Ich bin mir sicher, dass Uli Hoeneß mit seinen Mitstreitern versuchen wird, uns das Leben schwer zu machen", sagte Manager Wolfgang Heyder vor der Partie im Hinblick auf die in der Liga polarisierenden Bayern.

"Grundsätzlich begrüße ich das. Wir haben eine hohe Medienaufmerksamkeit, der Basketball hat einen ganz anderen Stellenwert bekommen", sagte der Bamberger Manager.

"Aber wir müssen natürlich auch mit den Nebenerscheinungen leben: dass die Bayern auch Meister werden wollen und andere Zahlen ins Gespräch bringen."

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