Maik Zirbes spielte bisher 19 Mal für die deutsche Nationalmannschaft © imago

Vor der Partie bei Bayern gibt es in Bamberg Ärger. Nach Manager Heyders Kritik an Maik Zirbes sind nun auch die Fans sauer.

Von Felix Götz

München - Am Montag schossen die Brose Baskets Bamberg in der Beko BBL die Neckar Riesen Ludwigsburg mit 88:68 aus der Stechert-Arena (Bericht).

Trotzdem ist die Stimmung in "Freak City" vor dem Knaller beim FC Bayern (So., ab 13.15 Uhr LIVESCORES) eher mäßig.

Der Grund: Gegen Ludwigsburg wurde Maik Zirbes von den eigenen Fans mit "Zirbes-Raus"-Rufen bedacht.

Die Anhänger des Tabellenführers sind mit dem 23-jährigen Center, der als super talentiert gilt, unzufrieden und fordern mehr Einsatzzeit für Andrew Ogilvy. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Fleming ist enttäuscht

"Ich hatte hier noch nie einen Spieler, der so wenig Unterstützung bekommt", sagte der Trainer des Deutschen Meisters, Chris Fleming:

"Das ist enttäuschend, weil der Junge der erste ist, der zum Training kommt und der letzte ist, der wieder geht."

Generell schlug Fleming Alarm: "Ich verstehe, dass die Erwartungen in Bamberg sehr hoch sind. Aber es ist sehr gefährlich, wenn wir mit 20 Punkten gewinnen und es nicht genießen können."

In der aktuellen Bundesliga-Spielzeit bringt es Zirbes bisher durchschnittlich auf 9,9 Punkte und 5,3 Rebounds pro Partie.

[kaltura id="0_emjj36mh" class="full_size" title="Bamberg verliert bei Real"]

"Hang zur Selbstgefälligkeit"

Manch einer vermisst beim 2,07-Meter-Mann trotzdem die richtige Einstellung.

"Er arbeitet schon an sich. Aber ich sehe auch einen gefährlichen Hang zur Selbstgefälligkeit. Das ist nicht gut", hatte Brose-Baskets-Manager Wolfgang Heyder den vor der Saison aus Trier gekommenen Zirbes im Januar gegenüber "BIG" scharf kritisiert.

Der 56-Jährige erklärte zudem, dass der von Bamberg zum spanischen Klub Caja Laboral gewechselte Tibor Pleiß ehrgeiziger gewesen sei als der ebenfalls sehr talentierte Zirbes:

"Maik muss immer noch ein Stückchen weiterkommen wollen. Nicht aufhören, sondern weitermachen. Das hat Tibor gemacht, und das würde ich mir auch von Maik wünschen."

Zirbes mit guter Reaktion

Zirbes selbst gab sich unbeeindruckt, seine Reaktion bei der 73:76-Niederlage in der Euroleague bei Real Madrid konnte sich sehen lassen.

14 Punkte und sechs Rebounds standen nach dem Match bei den "Königlichen" für den Pfälzer zu Buche.

So eine Leistung würden sich die in der Liga seit elf Partien ungeschlagenen Bamberger auch beim Spiel in München wünschen.

Denn mit den Bayern gibt es nach der 69:77-Heimpleite im Pokal-Viertelfinale noch eine Rechnung zu begleichen.

Heyder erwartet leidenschaftliche Bayern

"Wir müssen uns besser darauf einstellen, mit welch großer Leidenschaft die Bayern spielen, seit Svetislav Pesic in München ist", sagte Heyder:

"Ein entscheidender Faktor aus meiner Sicht wird sein, dass wir den Rebound kontrollieren, weil das streckenweise ein großes Problem war. Daran müssen wir arbeiten."

Mit dabei ist der am Donnerstag kurz vor Ende der Wechselfrist von Valladolid verpflichtete Alex Renfroe.

Pesic mit Respekt vor Renfroe

Pesic, der das Spiel der Bamberger gegen Real am TV verfolgte, hat Respekt vor dem Guard.

"Er hat in Madrid sehr gute Akzente gesetzt", meinte der 63-Jährige, der den kommenden Gegner insgesamt für eine "komplette Mannschaft" hält.

Trotz der Stärke der Brose Baskets glaubt Trainer-Fuchs Pesic an einen Sieg seiner Mannschaft: "Ich sehe nicht viele Gründe, warum wir nicht gut spielen und gewinnen sollten. Es wird nicht einfach, aber wir haben eine Chance und wir versuchen sie zu nutzen."

Hamann peilt Sieg an

Die 72:74-Niederlage in Bremen gegen Bremerhaven hat den Bayern offenbar nichts von ihrem Selbstvertrauen genommen.

Denn auch Steffen Hamann plant wie im Pokal einen Sieg gegen seine Ex-Kollegen ein:

"Wir wollen unterstreichen, was wir in Bamberg geleistet haben."

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