München schafft den ersten Sieg gegen Berlin und klettert auf Platz zwei. Benzing erwischt den perfekten Tag von der Dreierlinie.

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Vom FC Bayern berichtet Florian Pertsch

München - Der FC Bayern München hat am 22. Spieltag der Beko BBL mit ALBA Berlin das nächste Top-Team geschlagen.

Nach dem Pokalerfolg gegen Bamberg (Bericht) siegte die Mannschaft von Headcoach Svetislav Pesic mit 79:61 (37:30) und revanchierte sich für die 70:82-Niederlage beim Trainer-Debüt des Serben in der Hauptstadt Anfang Dezember.

Ohne den grippekranken Yotam Halperin lag Bayern nur einmal im Spiel zurück (40:42) und verdrängte durch den ungefährdeten Sieg Vizemeister ratiopharm Ulm von Platz zwei in der Tabelle.

Bester Werfer der Münchner war Tyrese Rice , der auf 23 Punkte und vier Assists kam. Nationalspieler Robin Benzing, der fünf von fünf Dreiern traf, erzielte 19 Punkte (DATENCENTER: Ergebnisse).

Auf Seiten der Berliner, die fünf ihrer letzten acht Spiele verloren, überzeugte lediglich DBB-Kollege Heiko Schaffartzik mit 21 Punkten (5 von 6 Dreipunktwürfen).

Deutsche Startaufstellung beim FCB

Vor 6700 Zuschauern startete Bayern erneut mit Demond Greene, und auch Jan-Hendrik Jagla bekam den Vorzug vor dem zuletzt starken Chevon Troutman.

Zusammen mit Steffen Hamann und Benzing standen somit vier Deutsche an der Seite von Center Jared Homan auf dem Feld.

Auch auf Seiten der Berliner sorgte Obradovic ebenfalls für eine kleine Überraschung. Heiko Schaffartzik durfte an Stelle des Amerikaners DaShaun Wood von Beginn an ran.

Benzing mit Top-Start

Das Münchner "Team Deutschland" startete sehr engagiert in die Partie und lag bereits nach knapp drei Minuten mit 8:2 in Führung.

Besonders Benzing (7 Punkte im ersten Viertel) und Jagla erwischten einen guten Start.

Nach zwischenzeitlich sogar zehn Punkten Vorsprung (16:6) verlor München den Faden und ließ die Gäste aus der Hauptstadt durch eine unaufmerksame Verteidigung auf 15:18 Ende des ersten Viertels herankommen.

Obradovic sauer

Nach nur 90 Sekunden im zweiten Abschnitt sorgte Benzing mit seinem zweiten Dreier wieder für den alten Zehn-Punkte-Abstand (27:17) und entfachte bei ALBA-Coach Obradovic einen heftigen Wutausbruch.

Die Antwort Berlins: Versenkter Distanzwurf durch Schaffartzik aus acht Metern Korbentfernung zum 20:27. (27:20)

Es sollte nur ein kurzes ALBA-Strohfeuer sein, denn Bayerns Verteidigung packte gnadenlos zu.

Schwaches drittes Viertel

Schaffartzik unterliefen 3:30 Minuten vor der Pause zwei Ballverluste, einen schnappte sich Tyrese Rice, den anderen verwandelte Hamann per Dunking zum 33:23.

Bis zur Pause kontrollierte Bayern die Partie und ging mit einer verdienten 37:30-Führung in die Halbzeit.

Wie schon beim Pokalduell mit Bamberg verschlief Bayern den Start des dritten Viertels komplett und kassierte drei schnelle Körbe zum 37:36, worauf Pesic mit einer Auszeit antwortete.

Schaffartzik dreht auf

Die kurze Denkpause des serbischen Routiniers zeigte Wirkung. Benzing verzichtete auf wilde Würfe aus dem Dribbling und versenkte Mitte des dritten Viertels seinen dritten Dreier.

Dies war die Initialzündung für Berlins Schaffartzik. Der Aufbauspieler drückte zweimal hinter der Dreierlinie ab und sorgte für die erste Führung der Gäste (42:40) im Spiel.

Benzing hielt dagegen und antwortet mit seinem vierten Distanztreffer. Als Schaffartzik zum dritten Streich ansetzen wollte, blockte ihn Rice und brachte die Halle zum Toben.

Dreier zermürben ALBA

Mit 53:47 startete die intensive Partie aus Sicht der Bayern ins letzte Viertel und wieder waren es die Münchner Dreipunktwürfe, die ALBA an einer Aufholjagd hinderten.

Benzing, Rice, Troutman und Brandon Thomas trafen jenseits der 6,75 Meter (insgesamt 13 von 30 Dreipunktreffer) und schraubten den Vorsprung knapp drei Minuten vor dem Ende auf 14 Punkte (71:57).

Von diesem Rückstand erholte sich Berlin nicht mehr und musste sich mit 79:61 geschlagen geben.

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