Mathis Mönninghoff spielte von 2008 bis 2010 bei den Bayer Giants Leverkusen © imago

Triers Nationalspieler Mathis Mönninghoff spricht vor der Partie gegen Ulm bei SPORT1 über seine Entwicklung und das DBB-Team.

Von Raphael Weber

München - Die TBB Trier tanzt in der Beko BBL Richtung Playoffs und Mathis Mönninghoff ist mittendrin.

Nach einer enttäuschenden zweiten College-Saison bei den Gonzaga Bulldogs kehrte der Flügelspieler vor der Saison zurück nach Deutschland und findet in Trier zurück zu alter Stärke, wie er sich bei SPORT1 freut. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gegen Ulm (ab 16.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wollen Mönninghoff und die TBB Wiedergutmachung für die Hinspiel-Pleite und könnten erstmals seit 27 Monaten auch die TV-Zuschauer mit einem ihrer legendären Siegestänze verwöhnen. ( 664894 DIASHOW: Die Bilder des Allstar Games )

Im SPORT1-Interview spricht er über Trainer Henrik Rödl, Triers Tanz-Qualitäten und seine Hoffnungen bei Neu-Bundestrainer und Weggefährte Frank Menz.

SPORT1: Herr Mönninghoff, in Trier haben launige Siegestänze Tradition: Müssen Sie dafür Extraschichten schieben oder sind Sie ein Naturtalent?

Mathis Mönninghoff: Wir müssen das schon ein paar Mal proben. Einen Tag vor dem ersten Spiel haben wir beschlossen, was wir machen, ein, zweimal geübt und dann saß die Choreographie auch schon. Auch was das angeht sind wir also eine talentierte Truppe.

SPORT1: Trier hat mit dem starken Saisonstart viele überrascht und liegt immer noch auf Playoff-Kurs. Ist die Postseason jetzt Pflicht, alleine um sich zu belohnen?

Mönninghoff: Wir konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel, deshalb ist erst mal egal, was in drei Monaten ist. Natürlich wären die Playoffs schön, aber denken wir denken jetzt an Ulm.

[kaltura id="0_0da1kx83" class="full_size" title="Dirty Dancing Figuren und krachende Dunks"]

SPORT1: Welchen Anteil hat Trainer Henrik Rödl an Triers Erfolg?

Mönninghoff: Einen sehr großen. Er gibt uns viel Feedback. Ich spiele jetzt zum ersten Mal für ihn, habe aber davor schon viel Positives über ihn gehört. Das kann ich voll bestätigen. Er ist ein sehr guter Coach und arbeitet viel mit mir und den anderen Deutschen. Es macht Spaß, bei ihm zu spielen.

SPORT1: Am Sonntag spielt Trier zum ersten Mal seit dem 30. Oktober 2010 wieder live im TV, noch dazu daheim. Was haben sie vorgenommen?

Mönninghoff: Man hat das schon im Hinterkopf, aber im Endeffekt ist es für uns ein ganz normales Spiel, das wir gewinnen wollen. Wir werden unser Bestes zeigen. In Ulm konnten wir das nicht und haben hoch verloren. Darum werden wir auf jeden Fall heiß sein. Auch unsere Fans sind sehr kreativ und haben sicher etwas geplant.

SPORT1: Sie sind von Gonzaga nach Trier gegangen, weil dort traditionell auf junge deutsche Spieler gesetzt wird. Wie zufrieden sind sie aktuell mit ihrer Rolle?

Mönninghoff: Ich bin sehr zufrieden. Damit, dass ich am Anfang direkt so viel spiele, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Die Trainer arbeiten sehr viel mit mir. Ich hoffe, es geht so weiter.

SPORT1: Bei den Bulldogs ging ihre Spielzeit nach dem soliden ersten Jahr deutlich zurück: Wie groß war danach die Umstellung?

Mönninghoff: Weil ich vorher lange in Deutschland gespielt habe, auch in der Zweiten Liga, ging es. College ist das eine, aber wenn man dann auch noch gar nicht spielt, wird es schwierig. In meinem zweiten Jahr kam ich nur noch am Ende rein, wenn das Spiel schon entschieden war. Danach wieder in den Rhythmus zu kommen und wichtige Minuten zu spielen, war auf jeden Fall schwer. Mittlerweile bin ich aber wieder der Spieler, der ich vorher war.

SPORT1: Im Schnitt bekommen Sie jetzt fast 13 Minuten, waren sogar schon Topscorer des Teams. Wo haben Sie noch Nachholbedarf?

Mönninghoff: Beim Drive zum Korb. Als Schütze ziehe ich eher selten in die Zone, aber daran arbeite ich gerade im Training. Man wird in den Spielen bald sehen, dass ich mich auf diesem Gebiet verbessert habe und mehr den Drive suche.

SPORT1: Kommen wir zum Nationalteam: Der neue Bundestrainer Frank Menz kennt sie aus den Nachwuchsteams bestens. Was erhoffen sie sich als sein ehemaliger Kapitän?

Mönninghoff: Das ist momentan weit weg, weil die Saison an erster Stelle steht. Aber wenn ich hier in Trier gute Leistungen zeige, werde ich auch bestimmt wieder zu den Tryouts eingeladen. Dort werde ich mein Bestes zeigen. Frank kennt mich ja auch schon lange und ich hoffe, dass ich so oft wie möglich dabei sein kann.

SPORT1: Bei der EM hat Deutschland machbare Gegner in der Vorrunde erwischt. Was ist für das DBB-Team drin?

Mönninghoff: Letztes Jahr in der EM-Qualifikation hat man schon gesehen, was unser junges Team drauf hat. Frank Menz war damals auch schon als Co-Trainer dabei und hat gesehen, wie Svetislav Pesic mit den Jungs gearbeitet hat. Das wird er weiterführen. Es ist viel drin und ich bin gespannt, wie es am Ende aussehen wird.

Weiterlesen