Bayerns Jared Homan (l.) kam gegen Bamberg nur auf sechs Zähler © getty

Die Münchner zeigen beim Meister Stehauf-Qualitäten, gehen aber leer aus. Bayern-Flüchtling Ford leitet die Entscheidung ein.

Bamberg - Die Brose Baskets Bamberg haben ein Zeichen gesetzt. Der Deutsche Meister gewann den Süd-Gipfel gegen Bayern München nach hartem Kampf mit 76:68 (38:36) und festigte mit dem Sieg im Prestige-Duell den zweiten Tabellenplatz.

Die Mannschaft von Trainer Chris Fleming liegt in der Bundesliga mit 14:2 Punkten als Tabellenzweiter dicht hinter ratiopharm Ulm (16:4), München (10:8) ist Siebter.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bester Werfer beim Titelverteidiger war Anton Gavel mit 14 Punkten, Natiionalspieler Maik Zirbes (11 Punkte, zehn Rebounds) gelang ein Double-Double. Als Topscorer der Bayern kam Brandon Thomas auf 16 Zähler.

Duell auf Augenhöhe

Die 6.800 Zuschauer in der ausverkauften "Frankenhölle" sahen ein packendes Duell. Bamberg erwischte den besseren Start und zog auf 12:4 davon, doch die Gäste antworteten schnell mit einem 10:0-Lauf.

Zur Pause lag der dreimalige Double-Gewinner Bamberg ganz knapp vorn.

"Beide Mannschaften liefern sich einen heißen Kampf. Vor allem in der Verteidigung", sagte Bayern-Spielmacher Steffen Hamann vor dem Gang in die Kabine an alter Wirkungsstätte. Und das Spiel zwischen der deutschen Nummer eins und dem Herausforderer blieb ein Duell auf Augenhöhe.

Ford leitet Entscheidung ein

Bayern-Präsident Uli Hoeneß fieberte auf der Tribüne mit und konnte beim Stand von 56:56 zu Beginn des Schlussviertels auf den ersten Sieg in Oberfranken seit dem Aufstieg im vergangenen Jahr hoffen.

Doch Bamberg hatte wie so oft das bessere Ende für sich.

Sharrod Ford (11 Punkte, 8 Rebounds), in der Vorbereitung auf die vorige Saison trotz Vertrag beim FC Bayern entschwunden, leitete mit zwei Körben, zwei Rebounds und einem abgeblockten Wurf einen 9:0-Run der Bamberger ein.(Stenogramme 9. Spieltag)

Die Bayern blieben dagegen fast sechs Minuten ohne Korberfolg.

[kaltura id="0_du1xelbr" class="full_size" title="Gavels Präzision ist Hoeneß' Frust"]

Gavel macht alles klar

Der FCB kam zwar mit sechs Punkten in Folge noch einmal heran, aber Spielmacher Gavel machte mit einem Hakenwurf und einem Dreier über FCB-Center Jared Homan die vierte Pleite der Bayern perfekt.

Zwei verwandelte Freiwürfe von Karsten Tadda 12 Sekunden vor dem Ende besiegelten den Endstand.

Während es die Bayern verpassten, in der Tabelle weiter nach vorn zu rücken, gelang den Brose Baskets drei Tage nach der klaren Niederlage in der Euroleague gegen den spanischen Meister FC Barcelona (66:86) ein wichtiger Erfolg.

ALBA schießt Skyliners ab

Am Sonntagabend verbuchten im Kampf um die Playoff-Plätze drei weitere Verfolger klare Heimsiege:

Der BBC Bayreuth gewann 84:69 (38:25) gegen den Mitteldeutschen BC, ALBA Berlin bezwang die Fraport Skyliners 91:65 (49:39) und TBB Trier gab sich beim 73:48 (33:16) gegen Schlusslicht LTi Giessen 46ers keine Blöße.

Bayreuth (12:6) ist damit Vierter, ALBA (10:4) rangiert auf Rang sieben vor Trier (10:6).

Ulm siegt überraschend klar

Am Samstag hatte Tabellenführer Ulm überraschend klar gegen den bisherigen Dritten Oldenburg gewonnen.

"Wir waren sehr gut vorbereitet und konnten das auf den Punkt genau umsetzen", sagte Trainer Thorsten Leibenath. Matchwinner beim Sieg des Vizemeisters war John Bryant mit mit 26 Punkten.

Der frühere Meister Oldenburg war chancenlos, genauso erging es den Neckar Riesen Ludwigsburg. Bei den Artland Dragons gingen die Gäste mit 62:85 (33:40) unter. Topscorer der Gastgeber war in Quakenbrück MarQuez Haynes (19 Punkte).

Dragons nun Dritter

Die Dragons sind neuer Dritter, bis auf Platz fünf haben sich die Eisbären Bremerhaven vorgeschoben.

Die Norddeutschen gewannen 100:87 (47:44) bei den Telekom Baskets Bonn, die nach vier Pflichtspielsiegen in Serie wieder leer ausgingen.

"Wir waren heute nicht bereit zu spielen - Punkt, Schluss, Feierabend", sagte der enttäuschte Trainer Michael Koch. Bonn liegt als Zehnter weiter im Tabellenmittelfeld.

Tübingen verschafft sich Luft

In der Gefahrenzone feierten die Walter Tigers Tübingen beim 85:80 (41:45) gegen die Phantoms Braunschweig den dritten Saisonerfolg und verschafften sich etwas Luft.

Phoenix Hagen stellte durch einen 78:64 (36:28)-Erfolg gegen die Baskets Würzburg den Anschluss ans Mittelfeld her.

Weiterlesen