Gegen Ludwigsburg erzielte Jeter (l.) mit 20 Punkten seine Saisonbestleistung © imago

Der Vizemeister marschiert in der Liga, die hochkarätigen Verfolger aus Oldenburg und München lassen wichtige Punkte liegen.

München - Nach dem sechsten Sieg in Serie zog Thorsten Leibenath den Hut vor seinem Team.

"Ich bin beeindruckt von der Mentalität meiner Mannschaft", sagte der Trainer von ratiopharm Ulm nach dem 80:69 (36:44) bei den Artland Dragons Quakenbrück.

Der Vizemeister steht nach einer Energieleistung weiter an der Tabellenspitze der Beko BBL und profitierte von den Patzern der Verfolger.

Während Bayern München in Würzburg stolperte, kassierten die EWE Baskets Oldenburg eine deftige Klatsche in Bonn. ALBA Berlin konnte hingegen die Negativserie beenden (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Auftrieb in Hälfte zwei

Eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte brachte Ulm den Auswärtssieg in Quakenbrück.

Leibenath, zwischen 2008 und 2010 selbst Trainer im Artland, machte die mannschaftliche Geschlossenheit als Grund dafür aus.

Leibenath lobt Teamleistung

"Zehn Spieler haben zu diesem Sieg beigetragen", sagte der 37-Jährige:

"Aber Per Günther hat uns sehr viel Energie und Daniel Theis wichtige Impulse von der Bank gegeben."

Herausragend agierte jedoch auch der Amerikaner John Bryant, letztjähriger MVP der regulären BBL-Saison, mit 16 Punkten und 14 Rebounds (STENOGRAMME: 7. Spieltag).

[kaltura id="0_3rx1vg61" class="full_size" title="Die Highlights des 7. Spieltags"]

Christopoulos bemängelt Entscheidungen

Der bullige Center war in Korbnähe nicht zu stoppen und legte im achten Saisonspiel bereits sein sechstes Double-Double auf.

Wenig Grund zur Freude gab es bei Ulms Verfolgern. Nach zuletzt drei Siegen unterlag Bayern München bei den Baskets Würzburg 59:68 (35:36).

"Wir haben nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und ohne Rhythmus gespielt, das ist besonders auswärts immer schlecht", sagte Bayern-Trainer Yannis Christopoulos:

"Wir haben gegen die aggressive Würzburger Verteidigung den Ball nicht zu den richtigen Leuten bekommen."

Nur Rice punktet zweistellig

Einzig Tyrese Rice (10) punktete bei den Münchnern im bayerisch-fränkischen Derby zweistellig. Würzburgs LaMont McIntosh wurde mit 13 Zählern Topscorer.

Eine Demontage erlebte derweil der Tabellenzweite Oldenburg bei den Telekom Baskets Bonn in der Neuauflage der Finalserie von 2009.

Nachdem die Gäste zuvor vier Siege aus fünf Spielen geholt hatten, unterlag der Ex-Meister überraschend deutlich mit 57:90 (30:41). Jonas Wohlfarth-Bottermann glänzte beim Gastgeber mit 18 Punkten und ohne Fehlwurf aus dem Feld.

ALBA muss gegen Trier nachsitzen

Nur zwei Tage nach der bitteren Euroleague-Niederlage in Malaga gelang dem achtmaligen Meister ALBA Berlin beim 88:80 (72:72, 35:36)-Erfolg nach Verlängerung beim TBB Trier nach vier Pleiten wieder ein Erfolg.

Dabei mussten die Hauptstädter lange auf ihren Trainer Sasa Obradovic verzichten.

Der Serbe war nach Protesten gegen eine Schiedsrichterentscheidung kurz vor der Halbzeit gemeinsam mit Teammanager Mithat Demirel der Halle verwiesen worden.

Im Tabellenkeller durfte sich der Mitteldeutsche BC über einen Sieg freuen.

Bei den Phantoms Braunschweig gewann der Aufsteiger dank einer starken zweiten Hälfte 76:70 (32:45) und feierte den zweiten Saisonsieg.

Der BBC Bayreuth hat den fünften Saisonsieg gefeiert und sich auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben.

Am 7. Spieltag gewannen die Oberfranken mit 95:86 (50:42) gegen Schlusslicht LTi Giessen 46ers.

Bayreuth hat eine Bilanz von 10:4 Punkten und ist damit nur schlechter als ratiopharm Ulm (14:2).

Die Gastgeber setzten sich Ende der ersten Hälfte ab und führten zwischenzeitlich mit 18 Punkten (70:52). Die Gießener konnten zwar noch einmal verkürzen, die Niederlage aber nicht mehr verhindern.

Beste Werfer der Bayreuther waren Nicolai Simon und Joe Trapani mit jeweils 17 Punkten.

Die Eisbären Bremerhaven setzten sich gegen die Neckar Riesen Ludwigsburg mit 86:80 (36:35) durch, die Norddeutschen sind mit 8:8 Punkten Achter. Ludwigsburg (6:8) belegt Rang zwölf.

Im dritten Sonntagsspiel feierte Phoenix Hagen einen 76:66 (43:31)-Sieg über die Walter Tigers Tübingen und zog damit am Gegner vorbei. Hagen (6:8) ist damit 13., Tübingen (4:8) belegt den 15. Rang.

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